| Aztekische Gesellschaft |
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| Geschrieben von: Administrator |
| Mittwoch, den 28. Oktober 2009 um 10:10 Uhr |
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Die folgende Beschreibung stellt die aztekische Gesellschaft zur Zeit des Königstums dar. Die aztekische Gesellschaft hatte an ihrer Spitze einen Herrscher, Tlatoani genannt. Er wurde aus mehreren in Frage kommenden Kandidaten vom Adel gewählt. Es handelte sich immer um einen Verwandten des vorherigen Herrschers, aber meistens nicht um einen Sohn, sondern oft den Bruder oder auch einen entfernten Neffen. Einmal gewählt hatte dieser Herscher große Macht, war aber auch von der Stimmung und den Wünschen des Adels abhängig. Die Krönung lief in zwei Phasen ab. Erst wurde die Wahl bekannt gegeben, dann musste der frische Herrscher durch einen erfolgreichen Feldzug seine Stärke beweisen (dazu wählte er sich natürlich gerne nicht allzu starke Ggener). Danach wurde dann das offizielle Krönungsfest gefeiert, bei dem dann die Gefangenen des Feldzugs geopfert wurden. Der mexikanische Königshof lebte in großer Pracht mit verschwenderischem Gebrauch an wertvollen exotischen Vogelfedern und kostbaren Steinen wie zum Beispiel Jade. Um diese Güter zu besorgen unternahmen die Azteken Kriegszüge und machten sich andere Völker tributpflichtig. Die normale Bevölkerung profitierte wirtschaftlich nur gering aus diesen Tributen. Das mexikanische Reich war kein geeintes zentralistisch regiertes Reich, sondern ein System von selbständigen Stadtstaaten, die den Mexika tributpflichtig waren. Die betraf sowohl materielle Luxusgüter wie Federn, Edelsteine und Baumwollkleider als auch die Stellung von Kämpfern für Kriege. Verweigerte ein solcher Staat seine Zahlungen, so mussten die Mexika losziehen und den Staat durch einen Krieg wieder zurückzwingen. Besonders in der Spätzeit der Mexikaner wurden immer weiter entfernte isolierte Gebiete erobert und auch in der unmittelbaren Umgebung gabe es Stadtstaaten, die von den Mexika nie unterworfen wurde. Es wird aber angenmmen, das ohne das Eingreifen der Spanier die Mexika ihr Herrschaftsgebiet hätten stabilisieren können. Die Mexikaner hatten ein großes Handelsnetz. Die Händler bereisten sowohl eroberte Gebiete wie auch freie Gebiete. Dabei dienten sie gleichzeitig auch als Spione des Herrschers. Nach ihrer Rückkehr nach Tenochtitlan berichteten sie dem Tlatoani von der Stimmung, der Stärke und den Plänen der Völker. Drohende Aufstände konnten damit schnell verhindert oder niedergeschlagen werden. Gleichzeitig bereiteten ihre Informationen künftige Eroberungen vor. Die Mexikaner hatten zwei Kallender mit 260 und 365 Tagen Dauer. Die Neujahrstage beider Kallender fielen alle 52 Jahre zusammen. Diese Neujahrstage galten als entscheidendes Datum, denn zu einem solchen Zeitpunkt wird eines Tages die Welt von den Göttern vernichtet werden. Um die Götter milde zu stimmen und sie zu veranlassen die Welt bei dem aktuellen Neujahrstag noch nicht untergehen zu lassen, mussten die Götter besonders angebetet und ernährt werden. Menschenblut ist die Speise der Götter und deshalb waren Menschenopfer in großer Menge notwendig. Die zu opfernden Menschen waren in der Regel Kriegsgefangene. Es wurden auch Kriege nur aus dem Grund Gefangene für die Opferungen zu gewinnen inszeniert, die man dann Blumenkriege nannte. Der zweitwichtigste Gott der Mexikaner war der Regengott Tlaloc, der auf der zentralen Pyramide eine Tempel neben dem Stammesgott der Azteken, Huitzilopochtli hatte. Blieb der Regen für längere Zeit aus und wurden dadurch die Lebensmittel knapp, so musste dieser Gott freundlich gestimmt werden. Tlaloc bevorzugte dabei als Nahrung das Blut von Kindern. Die Ernährung der Bevölkerung erfolgte durch den Anbau von Mais und diversen Gemüsen auf den sogenannten "schwimmenden Inseln" oder Chinampas. Dies waren kunstvoll im flachen Seewasser errichtete Inseln. (Artikel wird fortgesetzt) |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 28. Oktober 2009 um 10:40 Uhr |



