Bericht
China PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Freitag, den 09. Oktober 2009 um 15:25 Uhr

China ist die älteste noch bis heute lebendige Kultur der Welt. Viele der noch heute bestehenden Kulturprodukte wie die chinesischen Schriftzeichen stammen von etwa 1000 v.Chr. Viele Erfindungen, die erstmals in China gemacht wurden, haben auch auch die europäische Kultur stark beeinflußt, wie das Papier, die Seide, das Schwarzpulver oder das Porzellan.

Viele kennen China auch als Quelle der geistigen und medizinischen Errungenschaften. Fast jeder hat schon die Namen Laotse und Konfuzius gehört, kennt die chinesischen Kampfsportarten wie zum Beispiel Kung Fu oder hat sich mit Akupunktur beschäftigt.

China ist mit 1,2 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Erde und damit ist die chinesische Sprache die am meisten gesprochene Sprache. Heute ist China mit der Überwindung der kommunistischen Wirtschaft eines der Länder mit dem höchsten wirtschaftlichen Wachstum und die Hoffnung der Weltwirtschaft.

Da China immer mehr in das Zentrum der Aufmerksam der Erde gerät, sollte man mehr wissen über dieses faszinierende Land.

 
1. Woche PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Freitag, den 09. Oktober 2009 um 14:41 Uhr

1. Tag - Anreise

Wir fahren mit dem Zug nach Frankfurt. Wir geben unser Gepäck ab und lassen es gleich nach Shenyang durchchecken. Wir besteigen unser China Air Flugzeug, das die nächsten zwölf Stunden unser Aufenthaltsort ist.

2. Tag - Ankunft in Shenyang

In Beijing angekommen ignorieren wir den Baggage Claim und gehen Richtung Domestic Flights. Wir wollen einchecken und die Dame fragt uns nach unserem Gepäck. "We checked it through to Shenyang!" "No! no! No check through! Fetch it!" Wir hechten zurück zum Baggage Claim, überreden den Wachmann uns durchzulassen und dort stehen friedlich unsere Taschen und warten auf uns. Wir schnappen sie uns - zurück zum Check-In und checken ein. Auf zum Gate. Der Wachmann lässt uns nicht durch. Was ist los? Er hält eine Flughafengebühr-Quittung hoch. Wir gehen also zum Tax-Schalter bezahlen zweimal 50 Yuan Airport-Tax und kommen nun problemlos zu unserem Flug.

Wir werden vom Reiseleiter im Auto begleitet. Er kann etwas Deutsch und ausgezeichnet Englisch. Auf der Fahrt erzählt er uns einiges über Shenyang. Das Hotel ist ein großer alter Bau vor einem großen Platz mit einer gigantischen Mao-Statuengruppe.

Wir ziehen los um uns etwas umzusehen. Beim Versuch die Statuengruppe zu fotografieren müssen wir feststellen, dass unser Zoom-Objektiv nicht scharf stellt - Mist, ist es also doch defekt. Wir gehen die Straße herab, bewundern die Fahrräder in großen Mengen mit großen Lasten, den Schuhmacher, der vor seinem Laden arbeitet und gehen auf der Straße wo der Gehweg verstellt ist.

Wir entscheiden uns für ein Restaurant mit englischer Schrift. Wir werden in ein Separee geführt an einen Tisch mit Tellern, Messer und Gabel und wählen zwei Gerichte aus. Es ist westlich in chinesischer Zubereitung und es schmeckt prima. Nach Bezahlung lasse ich 5 Yuan als Trinkgeld auf dem Tisch und wir gehen. Wir sind 200 m vom Lokal entfernt, als ein starkes Keuchen mit einem atemlosen "Mister! Mister!" ertönt. "Sie haben ihr Geld vergesseb!" und drückt mir meine 5 Yüan in die Hand. Meine Erklärung, die sei ein "Tip!" (Trinkgeld)lässt sie nicht gelten.

Laut unserem Stadtplan ist eine Einkaufsstraße in der Nähe und tatsächlich finden wir schnell eine breite autofreie Straße. Eine Seitenstraße beheimatet an die zehn Fotoläden, aber erstens haben sie seit 17:00 Uhr zu und zweitens scheint es keine Minolta-Geräte zu geben, sondern nur Nikon, Canon, Leica und einige andere. So ziehen wir ohne neues Objektiv zurück ins Hotel.

3. Tag - Kaiserpalast Shenyang

Unser Objektiv funktioniert wieder! Wird wohl ein Wackelkontakt sein. Wir bekommen später heraus, dass es manchmal nicht mehr geht und durch heftiges Klopfen auf die Kamera dann kurzzeitig seine Arbeit wieder aufnimmt. Wir werden in Beijing versuchen ein neues zu kaufen.

Das Frühstück ist sehr chinesisch mit kleinen Hefestückchen, Frühlingsröllchen, Tomaten, Früchten, ...

 

Frisch gestärkt winken wir ein Taxi heran, ich versuche es mit "Gugong" und er schaut mich verständnislos an. Ich nehme die Lonely-Planet-Seiten und deute auf die chinesischen Schriftzeichen des Kaiserpalastes. "Aaaaah! Gugong!" sagt er und fährt los. Das Zeige-Verfahren bewährt sich später in ganz China. Vor einer abgesperrten Straße hält er an und deutet in die Straße hinein. Ich zahle, was der Taxameter anzeigt und gebe einen Yuan zu, den er freudig überrascht lachend einsteckt.

An der Kasse kaufen wir auch eine kleine Karte des Palastes. Die jungen Palast-Führer-Mädels in ihren "historischen" Kostümen ignorieren uns - ist wohl keine Englisch-sprachige da - uns ist das nur recht, wir haben ja unsere kopierten Zettel.

 

Der Palast ist beeindruckend. Wir betrachten den ersten Hof mit dem großen Thronsaal, dann den zweiten Hof mit den Pavillions der einzelnen Heeresteile und schreiten dann von Gebäude zu Gebäude bis zum Palastgarten. Den Abschluss bildet dann das Museum mit überwältigenden Ausstellungsstücken.

 

4. Tag - Abahai-Grab

Heute klappt es mit den Taxis schon ganz gut. Wir zeigen immer unsere Seite aus dem Lonely Planet oder die Visitenkate des Hotels und kommen so problemlos an unser Ziel.

Wir besuchen heute das Grab des Mongolenherrschers Abahai. Er hatte die Voraussetzung geschaffen, für die Übernahme der Regierung in Chinas durch die Qing-Dynastie.

 

Das Grab ist aber nicht einfach irgend ein einzelnes Monument, sondern beginnt mit einem Park, durch den die Seelenallee führt. Dann kommen mehrere Glockentürme, Lagergebäude und Tempel, bis schließlich am Ende der Grabhügel steht.

 

Das Wetter zeigt sich leider von seiner schlechten Seite und unser Objektiv benötigt immer wieder einen leichten Schlag mit der Hand, um seine Arbeit wieder aufzunehmen.

Am späten Nachmittag werden wir wieder am Hotel abgeholt und man bringt uns am Bahnhof in einen großen leeren Saal, der eher einer Lagerhalle gleicht, aber der Bahnhof wird auch gerade umgebaut. Unsere Betreuung endet auch hier schon und unsere Begleiter verdrücken sich. Zum Glück finden sich überall nette Menschen, die uns die Richtung zu unserem Schlafwagen zeigen. Wir hatten Glück und haben trotz anderslautender Ankündigungen doch einen Platz in der Polsterklasse anstatt in der Holzklasse bekommen.

Unsere Begleiter im Zug sind ein zwei junge Soldaten auf der Heimfahrt. Wir zeigen Bilder aus unseren Reiseführern, sie zeigen uns, wo sie wohnen. Sie kennen sich mit Deutschland aus. "Benz" ist ein bekanntes Wort, "Volkswagen" hat einen chinesischen Namen. Durch die vor kurzem stattgefundene Weltmeisterschaft in Korea können sie mir mehr deutsche Fussballspieler aufzählen, als ich kenne. "Balaku" und "bekebaue" sind ihnen vertraut, mit "Völler" können sie nichts anfangen.

5. Tag - Die Tempel von Chengde

Wir haben gut geschlafen im Zug und wurden in Chengde am Bahnhof gleich erwartet. Wir kommen in ein modernes Hotel, das nahe aller Sehenswürdigkeiten liegt. Nach einem kurzen Auffrischen stürzen wir aus dem Hotel, vor dem wir auch gleich wieder ein Taxi bekommen. Eine Fahrt von einer viertel Stunde bringt uns für umgerechnet 20 Cent zum am weitesten entfernten der acht um Chengde verteilten Tempel. Der Tempel macht insgesamt einen sehr verlassenen Eindruck und die Pforte ist verschlossen. Also lassen wir uns gleich zum kleinen Potala-Palast weiterfahreb.

Durch einige kleinere Tempel geht es zu dem beeindruckenden Kopie des großen Potala-Palastes von Lhasa in Tibet. Erbaut wurde es zur Beherbung des Dalai Lama, der nach China reisen musste, um sich vom chinesischen Kaiser bestätigen zu lassen. Das schönste sind die Pagoden der 1000 Buddhas und das goldene Dach des Tempels in der Mitte des Hofes.

 

Auf dem Weg zurück sehen wir, warum es in China so gut wie keine Postkarten zu kaufen gibt. Die Chinesen lassen sich in fantasievollen Kostümen selbst von Fotografen vor den Monumenten aufs Bild bannen.

 
Route PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Freitag, den 09. Oktober 2009 um 14:38 Uhr

Reiseroute durch China

Tag Aktion Übernachtung in
1 Flug von München/Deutschland nach Beijing (10h), Flug nach Shenyang Shenyang
2 Kaiserpalast der Qing (Gugong), nördliches Kaisergrab, Fahrt nach Chengde (6h) Chengde
3 8 Tempel in verschiedenen Stilrichtungen Chengde
4 Kaiserlicher Sommerplalast, Fahrt nach Beijing (5h) Beijing
5 Tiananmen Platz, Verbotene Stadt, Beihai-Park Beijing
6 Tien-Tan-Park, Himmelstempel Beijing
7 Museum für chinesische Geschichte, Stadtbesichtigung (Stadtteil Hutong, Lama-Tempel Longhegang), Konfuzius-Tempel Beijing
8 Sommerpalast Beijing
9 Ming-Gräber, Dingling-Grab Beijing
10 Große Mauer, Fahrt nach Datong (7h) Datong
11 Huayan-Kloster,Grotten Yungang Shiku (16 km westlich) Datong
12 Datong: Hängendes Kloster (70 km südöstlich), Fahrt nach Taiyuan (5h) Taiyuan
13 Ausflug nach Pingyao (107 km südlich) mittelalterliche Stadt Taiyuan
14 Ahnentempel des JinCi (25 km SW), Provinzmuseum, Flug nach Xian Xian
15 Wildganspagode, Stadtmauer, Provinzmuseum, Glockenturm, Trommelturm Xian
16 Terrakotta-Armee, Grab des Qin Shi Huangdi Xian
17 Banpo,(4 km O)Provinzmuseum, Fahrt nach Luoyang (8,5h) Luoyang
18 Berg Shonsan ,Denfeng(Shaolin-Kloster) Luoyang
19 Longmen-Grotten, Volkskundemuseum, Flug nach Shanghai Shanghai
20 Ausflug nach Hanghzhou (2h): Pagode der 6 Harmonien, Lingyin-Tempel, West-See Shanghai
21 Ausflug nach Hanghzhou (2h): Huagong-Park, Besichtigung einer Teeplantage Shanghai
22 Jade-Buddha-Tempel, Museum für Kunst und Geschichte, Yu-Garten Shanghai
23 Ausflug nach Souzhou Stadtbild/Kanäle, Garten Shanghai
24 Flug nach Guilin Guilin
25 Li-Fluss (Flussfahrt, Schilfrohrflöten-Höhle, Yangshuo) Guilin
26 Sieben-Sterne-Park, Flug nach Honkong Hongkong
27 Victoria Peak, Ocean-Park,Sung Dynasty Village Hongkong
28 Hakka-Dörfer, Kloster der 10000 Buddhas Hongkong
29 Ausflug nach Shenzhen, China en Miniature, Dörfer der Nationen, Palast Pilgerfahrt nach Westen Hongkong
30 Abflug nach Deutschland/München München