| Tang-Dynastie (220-960 n.Chr) |
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| Geschrieben von: Mario Boller-Olfert |
| Freitag, den 09. Oktober 2009 um 15:09 Uhr |
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Li Yuan war ein Prinz im Westlichen Liang-Staat. Er war General der Sui-Dynastie und kämpfte für sie 616 n.Chr. gegen die Osttürken. Als Kommandant der Stadt Taiyuan gewann er an Ansehen und Macht. Schließlich belagerte er mit seiner Armee fünf Monate lang die Hauptstadt Chang An, setzte den Sui-Herrscher ab und erklärte sich selbst 618 n.Chr. zum neuen Kaiser, der später Gao Zhou genannt wurde. Gaozu reformierte die Verwaltung, passte das Steuersystem an und vereinheitlichte erneut das Münzwesen. Sein Sohn Li Shimin war ebenfalls ein begnadeter Feldherr und besiegte die rivalisierenden Gruppen in China. Li Shimin tötete seinen älteren Bruder und offiziellen Thronfolger, überredete seinen Vater abzudanken und bestieg selbst als Kaiser Tai Zong den Thron. Tai Zong verstaatlichte das Land der Großgrundbesitzer und verpachtete es an Kleinbauern. Er führte die Schulung und Prüfung der Beamten wieder ein und bemühte sich um ein gerechtes Rechtssystem, dass die noch immer drakonischen Strafen überlegt verhängte. Zum Beispiel musste ein Todesurteil an drei verschiedenen Tagen vom Richter bestätigt werden. Tai Zong erlaubte Religionsfreiheit und machte die drei Religionen Konfuzianismus, Daoismus und Buddhismus zu Staatsreligionen. Unter Tai Zong besiegte China seine äußeren Feinde und dehnte das Land bis zum Ordos und zur Inneren Mongolei aus. Unter anderem nahm Tai Zong die zwölfjährige Wu Zhao als Konkubine in seinen Harem auf. Nach dem Tod Tai Zong folgte 649 n.Chr. sein Sohn Li Zhi auf den Thron, später Kaiser Gao Zong genannt. Die Konkubine Wu Zhao erregte seine Aufmerksamkeit und er nahm sie zu Frau. Gao Zong erwies sich als schwacher Kaiser so wurde 655 n.Chr. Frau Wu Zhao zur Mitregentin ernannt. Nach dem Tod von Gao Zong 683 n.Chr. übernahm Kaiserin Wu die Regierungsgeschäfte bis zu ihrem Tod 705 n.Chr.. Kaisering Wu rottete rücksichtslos alle ihre Widersacher am Hof einschließlich eigener Kinder aus. Sie regierte das Land aber umsichtig und weise. Der Hof der Tang war eine Quelle der Kunst. Literatur, Lyrik, Malerei, Bildhauerei erlebten eine nie gesehene Blüte, zu denen auch die Kaiser selbst mit Werken beitrugen. Gleichzeitig war der Hof eine Hölle der Intrigen, Verschwörungen und Morde zwischen Kaisern, Konbkubinen und Eunuchen. Die Armee wurde in ein Heer von Söldnern umgewandelt, die häufig dem Kaiser nicht treu ergeben waren. Zum Kampf gegen die barbarischen Nachbarn wurden andere Barabarenstämme eingesetzt, die sich ihre Dienste teuer bezahlen ließen. Die Tibeter eroberten kurzzeitig die Hauptstadt Loyang, aber schließlich konnte ein Friede ausgehandelt werden. Die letzten Kaiser kamen als Kinder auf den Thron und waren nur Marionetten der Eunuchen. Zhao Zong rief den Gouverneur Zhu Wen zu Hilfe, der ihn 903 n.Chr. von den Eunuchen befreite und nach Lo Yang brachte, ihn dort aber 904 n.Chr. töten lies und den zehnjährigen Sohn Zhao Xuan auf den Thron setzte. Nachdem Zhu Wen die ganze Tang-Familie ausgerottet hatte zwang er Zhao Xuan zur Abdankung und gründete die kruzlebige Liang-Dynastie. Das Land zerfiel und in kurzer Zeit lösten sich im Norden 5 Dynastien ab, während im Süden zehn Staaten gegeneinander kämpften. |
| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 10. Oktober 2009 um 12:04 Uhr |



