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Philosophie
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Geschrieben von: Mario Boller-Olfert
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Samstag, den 10. Oktober 2009 um 10:59 Uhr |
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Das Qi ist die allgemeine Lebensenergie. Das Qi durchfließt das Universum insgesamt, strömt mit der Bewegung von Wind und Wasser, fließt in den Pflanzen und Tieren. Aus dem Qi entstanden nach der Schöpfung Yin und Yang. Das Qi lässt sich sich auf vielfältige Weise beeinflussen. Das Qi kann gelenkt, gesammelt, blockiert oder abgeleitet werden.
Das Qi lässt Mensch und Tier wachsen und gedeihen. Auch in der Landwirtschaft ist darum ein gutes Fließen des Qi wichtig.
Das Qi fließt auch im Körper des Menschen.
- Qi ist die Ursache und der Motor aller Bewegung der Muskeln. Besonders die vegetativen Bewegungen wie das Schlagen des Herzens, das Strömen des Blutes und das Atmen werden durch das Qi verursacht.
- Das Qi verursacht das Wachstum und die Heilungskräfte des Körpers, bewirkt jedoch auch das Altern.
- Das Qi ist die Ursache der Denkvorgänge und aller Intuition und Kreativität.
- Das Qi steuert den Stoffwechsel von der Verdauung der Nahrung über den Transport der Nährstoffe und des Sauerstoffs zu den Zellen, kontrolliert die Umwandlung der Stoffe in den Zellen und sorgt für die Ausscheidung der Endprodukte.
- Das Qi regelt die Funktion der inneren Organe, hält sie an ihrem Platz und kontrolliert die Erhaltung der Körpersäfte.
- Das Qi regelt die Temperatur des Körpers, erwärmt ihn und sorgt für die Steuerung der Abkühlung.
- Das Qi schützt den Körper vor Giften, Bakterien und Viren und bekämpft diese, wenn sie in den Körper eindringen.
Die Atemtechnik des Qigong dient der Verteilung des Qi im Körper. Ihre Beherrschung ist Voraussetzung für die Erlangung der Meisterschaft in vielen Lebenskünsten.
In der traditionellen chinesischen Medizin (oft als TCM abgekürzt) wird das Qi durch Akupunktur, durch Massage (Shiatsu), durch pflanzliche und tierische Wirkstoffe beeinflusst, um die Gesundheit des Menschen zu erhalten oder wiederherzustellen.
Wie das Qi in Landschaft, Städten, Gebäuden und Grabanlagen zu kanalisieren ist, wird durch die Lehre des Fengshui erforscht.
Das Qi lässt sich durch Atemtechniken und geistige Konzentration bestimmten Körperregionen konzentrieren und sich als Ausbruch von Bewegung und Kraft kanalisieren, wie es im Kongfu und im Taiqijuan praktiziert wird. |
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Geschrieben von: Mario Boller-Olfert
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Samstag, den 10. Oktober 2009 um 11:20 Uhr |
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Yin und Yang sind die beiden gegensätzlichen Prinzipien in der Welt. Yin ist das weibliche Prinzip und Yang ist das männliche Prinzip. Alle gegensätzlichen Eigenschaften werden ihnen zugeordnet.
Keines von beiden kommt in der Welt rein vor. Das Yin-Yang-Symbol hat im schwarzen Teil einen weißen Punkt und im weißen Teil einen schwarzen Punkt. Yin ist also schwarz, aber nicht ganzu schwarz und Yang ist weiß, aber nicht ganz weiß.
Yin und Yang dürfen nicht als gut und schlecht verstanden werden. Die Welt ist im Gleichgewicht, ist in Harmonie, wenn beide Elemente ausgeglichen vorhanden sind. Yin und Yang gleichen sich gegenseitig aus.
Einige Eigenschaften von Yin und Yang sind:
| Yang | Yin |
| männlich |
weiblich |
| weiß |
schwarz |
| hell |
dunkel |
| stark |
schwach |
| Energie |
Materie |
| warm |
kalt |
| aufsteigend |
absteigend |
| bewegend |
still |
| expansiv |
zusammenziehend |
| innovativ |
traditionell |
| kreativ |
rezeptiv |
| ausgebend |
erhaltend |
| Nordpol |
Südpol |
| Sonne |
Mond |
| Berg |
Tal |
| lineare Zeit |
zyklische Zeit |
| gerader Weg |
gewundener Weg |
| offen |
geheim |
| physische Welt |
astrale Welt |
| Konfuzianismus |
Taoismus |
| Feuer, Metall |
Erde, Wasser, Holz |
| ungebrochene Linie |
gebrochene Linie |
| Blauer Drache |
Weißer Tiger |
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Geschrieben von: Mario Boller-Olfert
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Samstag, den 10. Oktober 2009 um 10:29 Uhr |
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In der chinesischen Philosophie gibt es fünf Grundkräfte Wu Xing in der Natur. Sie wurden aus dem Yin und Yang entwickelt. Mit jeder Grundkraft sind in der Natur je nach Anwendungsgebiet mehrere Dinge verbunden. Die Zuordnung ist nicht immer ganz gleich. Bei verschiedenen Anwendungen, wie zum Beispiel dem Fengshui kommt noch einiges hinzu.
| | Holz | Feuer | Erde | Metall | Wasser |
| Zahl |
3 |
2 |
5 |
4 |
1 |
| Musiknoten |
Do |
Re |
Mi |
Sol |
La |
| Yin&Yang |
junges Yang |
starkes Yang |
neutral |
junges Yin |
starkes Yin |
| Farbe |
Grün, Blau |
Roter Vogel |
Gelb |
Weißer Tiger,Gold |
Schwarzer Krieger |
| Richtung |
Ost |
Süd |
Mitte |
West |
Nord |
| Tageszeit |
Morgen |
Mittag |
Nachmittag |
Abend |
Nacht |
| Jahreszeit |
Frühling |
Sommer |
Spätsommer |
Herbst |
Winter |
| Wetter |
warm, windig |
heiß, trocken |
feucht |
kühl, trocken |
kalt, regnerisch |
| Himmel |
Sterne |
Sonne |
Mittelpunkt |
Mond |
|
| Himmelsstamm |
Jia,Yi |
Bing,Ding |
Wu,Ji |
Geng,Xin |
Ren,Gui |
| Planeten |
Jupiter |
Mars |
Saturn |
Venus |
Merkur |
| Haustier |
Schaf, Ziege |
Ochse |
Huhn |
Hund |
Schwein |
| Nahrung |
Weizen, Gerste, Gemüse, Essig |
Hirse, Soßen, Ingwer |
Rispenhirse, Honig |
Hanf, rohes Fleisch, Ölsaat, Wein, Gewürze |
Bohnen |
| Geschmack |
sauer |
bitter |
süß |
scharf |
salzig |
| Geruch |
ranzig |
verbrannt |
duftend |
penetrant |
faulig |
| Sinne |
Augen |
Zunge |
Mund |
Nase |
Ohr |
| Yin-Organ |
Leber |
Herz |
Milz |
Lungen |
Nieren |
| Yang-Organ |
Gallenblase |
Dünndarm |
Magen |
Dickdarm |
Harnblase |
| Gewebe |
Muskeln, Sehnen, Knochen |
Blutgefäße |
Bindegewebe, Fettgewebe, Muskelfleisch |
Haut |
Knochen, Mark, Gehirn, Uterus |
| Lebensphase |
Geburt, Kindheit |
Junger Erwachsener |
Reife, Wechsel |
Alter |
Verfall, Tod |
| Tugenden |
Güte |
Anstand |
Ehrlichkeit |
Recht-schaffenheit |
Weisheit |
| Geist |
Intuition, Vision |
Inspiration, Geist |
Logik, praktische Intelligenz |
Instinkt |
Weisheit, Klugheit |
| positive Emotion |
Geduld, Toleranz, Flexibilität |
Gelassenheit, Geistesruhe |
Körper-bewusstsein, Ich-Bewusstsein |
Anhaftung, Besorgnis, Trauer, Egoismus |
Anpassungs-fähigkeit, Disziplin, Furchtlosigkeit |
| negative Emotion |
Frustration, Zorn, Wut |
Begierde |
Grübeln, Zweifel, Fanatismus, Besessenheit |
Freude (am Geben), Mitgefühl, Altruismus |
Unsicherheit, Furcht, Angst, Paranoia, Panik |
Bei den zu einem Kreis angeordneten Grundkräfte erzeugen sich in einer Richtung die Elemente (rote Pfeile), in der anderen Richtung zerstören sie sich (schwarze Pfeile). Holz erzeugt Feuer, dabei entsteht Asche, also Erde, aus der Erde holt man Metall, dass bei Erhitzung flüssig wie Wasser wird und Wasser nutzen Bäume um Holz zu erzeugen. Diese Erzeugung kehrt sich in umgekehrter Richtung in Zerstörung um.
Dazu gibt es den Kontrollzyklus (blaue Pfeile). Ein Element kontrolliert das Wachstum eines anderen Elements. Hie kann es zu einer Störung kommen, wenn das zu kontrollierende Element übermächtig wird. Der blaue Pfeile kehrt sich dann in einen Schadenspfeil um.

Das Fehlen eines Elements oder sein übermäßiges Vorhandensein bringt das System aus dem Gleichgewicht und führt zu Krankheit und Unglück. Elemente, die aus dem Gleichgewicht sind, können durch Zuführung der daneben liegenden Elemente wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.
Wer zum Beispiel eine Gallenentzündung hat (Übermass an Element Holz), kann diese beheben, indem er bittere Speisen zu sich nimmt und sich in roten Räumen aufhält, denn das Element Feuer schwächt das Element Holz. Dies ist eine stark vereinfachte Darstellung und dies sollte so nicht praktiziert werden! |
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 10. Oktober 2009 um 10:47 Uhr |
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Geschrieben von: Mario Boller-Olfert
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Samstag, den 10. Oktober 2009 um 11:02 Uhr |
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Ein Trigramme besteht aus drei übereinander liegenden Strichen, von denen einige durchbrochen sein können. Die ungebrochenen Striche entsprechen dem Yang und die gebrochenen Striche entsprechen dem Yin. Man leitet die beiden Striche auch aus dem (Nicht-)Entstehen von Sprüngen im Knochen beim alten Knochenorakel her.
Der oberste Strich steht für den Himmel, der mittlere für den Menschen und der untere Strich steht für die Erde.

Jedes der Trigramme hat einen Namen und je nach Anwendungsgebiet eine bestimmte Bedeutung. In der Medizin ordnet man den Trigrammen zum Beispiel Organe und Körperteile zu. Die ungerade Anzahl von Strichen bestimmt das Geschlecht des Symbols.
| Symbol | Name | Zahl | Farbe | Familie | Richtung | Element |
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Kan: Wasser |
1 |
Blau, Schwarz |
zweiter Sohn |
Norden |
Wasser |
 |
Ken: Berg |
8 |
Gelb |
dritter Sohn |
Nord-Osten |
Erde |
 |
Chen: Donner |
3 |
Grün |
erster Sohn |
Osten |
Holz |
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Sun: Wind |
4 |
Grün |
erste Tochter |
Süd-Osten |
Holz |
 |
Li: Flamme |
9 |
Rot |
zweite Tochter |
Süden |
Feuer |
 |
Kun: Erde |
2 |
Gelb |
Mutter |
Süd-Westen |
Erde |
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Tui: See |
7 |
Gold |
dritte Tochter |
Westen |
Metall |
 |
Chien: Himmel |
6 |
Gold |
Vater |
Nord-Westen |
Metall |
Die Zahlen werden die Loshu-Zahlen genannt. Schreibt man in die Mitte eine 5 und die Zahl jeder Himmelsrichtung in ein entsprechendes Feld einer 3x3-Matrix, dann ergibt ich ein Magisches Quadrat, in dem die Summe der Zahlen jeder Zeile und jeder Spalte und die Haupt-Diagonalen jeweils 15 ergeben:
Im Buch der Wandlungen I-Ching werden je zwei der Trigramme kombiniert, sodass 64 verschiedene Hexagramme entstehen.
Die Trigramme werden im Fengshui zu einem Kreis angeordnet und als Kompass genutzt. Der Kreis wird Bagua (Ba=acht,Gua=Trigramme) genannt. (auch: Pagua, Pa'Gua) |
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Geschrieben von: Mario Boller-Olfert
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Samstag, den 10. Oktober 2009 um 10:47 Uhr |
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 Fengshui gilt als eine der fünf praktischen Künste des Daoismus. Feng heisst Wind und Shui heisst Wasser, es ist also der Weg von Wind und Wasser.
In Fengshui wird die chinesische Lehre der fünf Elemente mit der Zahlenmystik der Trigramme und der Geometrie des Raumes verknüpft, um schließlich das Fließen der Lebensenergie, des Qi, in günstiger Weise zu beeinflussen.
Fengshui beschäftigt sich mit dem makrokosmischen Fließen des Qi durch die Landschaft, durch Gebäude und Zimmer. Es gibt verschiedene Richtungen des Fengshui.
Es gibt auch negatives Qi, das Sha Qi, das fengehalten werden muss. Es geht zum Beispiel von spitzen Gebäudeteilen aus.
Im FengChui wird ein Gebäude im Zusammenhang mit den Menschen gesehen, die das Gebäude nützen. Ihre Anforderungen an das Leben im Gebäude bestimmen wie das Gebäude beschaffen sein muss. Das Gebäude wird einerseits bezüglich der Struktur in seinem Inneren und andererseits in Bezug auf sein Umfeld betrachtet. Es findet also eine ganzheitliche Betrachtung statt. Einige Schulen des Fengshui fügen dieser Betrachtung noch eine zeitliche Achse hinzu, da das Leben sich in ständiger Wandlung befindet.
Im traditionellen komplizierteren Fengshui wird der Luopan verwendet, ein Kompass, der 4 bis 38 Ringe für die einzelnen Aspekte des Fengshui enthält. Er ist in 24 Segmente eingeteilt und dient dazu die Situation eines Gebäudes festzustellen.
Im modernen einfacheren Fengshui findet das achteckige Bagua als Kompass Verwendung. Dieser zeigt die acht Trigramme als Repräsentation der acht Urkräfte und das Yin-Yang-Symbol in der Mitte. Zu beachten ist, dass Süden in China oben liegt. Der Grundriss eines Hauses wird in neun gleiche Rechtecke unterteilt. Jedes Rechteck repräsentiert einen Lebensbereich: Reichtum, Ruhm, Partnerschaft, Familie, Kinder, Wissen, Karriere, Hilfreiche Menschen, Tai Chi (Mitte). Diese Rechtecke werden mit dem magischen Quadrat Loshu in Verbindung gebracht. In der Richtung des Bazhi Fengshui wird die Ausrichtung des Gebäudes, seine "Atemrichtung" untersucht, um einen harmonischen Energiefluss zu erreichen.
Reichtum Südosten |
Ruhm Süden |
Partnerschaft Südwesten |
Familie Osten |
Taiji |
Kinder Westen |
Wissen Nordosten |
Karriere Norden |
Freunde Nordosten |
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