Geschichte
Wie alles begann PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Samstag, den 10. Oktober 2009 um 15:36 Uhr

Das Gebiet Ägyptens war schon vor 100.000 Jahren besiedelt, als steinzeitliche Jäger in der Steppe mit Elefanten, Gazellen und Giraffen lebten. Heute liegt dort die sandige und steinige Sahara ausgetrocknet unter der brennenden Sonne. Auch im Niltal bei Assiut wurde vor 33.000 Jahren nach Feuersteinen gegraben. Zwischen 11.000 und 8.000 v.Chr. scheint das Niltal verwaist gewesen zu sein.

Um 5.000 v.Chr. begann man im Fayum und im westlichen Nil-Delta Getreide anzubauen. In Oberägyppten bei Badari fand man schöne Töpferwaren und Elfenbeinfiguren. Ab 4000 v.Chr. entwickelte sich die Nagade-Kultur nahe Luxor, die in vielem die ägyptische Kultur vorbereitete. Die Nagade-Kultur kannte Schminkpaletten, Steinvasen und mit Szenen bemalte Gefäße. Herrscher wurden in Gräbern beigesetzt, die mit Bildern ausgemalt und mit prächtigen Beigaben ausgestattet waren. Im Delta existierte eine ähnlich fortgeschrittene Kultur, deren Zentrum in Buto lag.

Durch Handel entlang des Nils entstand von Luxor bis zum Delta eine Kultur, deren Mitglieder vieles gemeinsam hatten. Viele Ägypter lebten in von Mauern umgebenen Städten, es gab eine erste symbolhafte Schrift und große Palast- und Grabbauten. Einige Fürsten versuchten andere Gebiete zu erobern und dem ihren anzugliedern. Schliesslich gelang es einem Fürsten namens Narmer ganz Ägypten zu vereinen.

 
Pharao Ahab (2950 v.Chr.) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Samstag, den 10. Oktober 2009 um 15:38 Uhr

Aufbauend auf den Siegen von Pharao Narmers, wie sie auch auf der berühmten rituellen Schminktafel verewigt sind, regierte Pharao Ahab Ägypten.

Nachdem Pharao Ahab zum König Unterägyptens gekrönt wurde, hat er in einem beispiellosen Kriegszug auch alle Gaue Oberägypten niedergeworfen. Damit kommt ihm als erstem Pharao der Titel "Herscher über Oberägypten und Unterägypten" zu.

Zum Zeichen des Bundes hat er die Krone Oberägyptens mit der Krone Unterägyptens kombiniert. Außerdem baute er für sich zwei Gräber, je eines in Oberägypten und eines in Unterägypten. Er ist der Erste, der ein Grab bei Saqqara errichtet. Das zweite Grab steht in Abydos.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 10. Oktober 2009 um 15:42 Uhr
 
Sensationeller Grabbau in Saqqara (2700 v.Chr.) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Samstag, den 10. Oktober 2009 um 15:52 Uhr

Imhotep ist schon im ganzen Land als Arzt berühmt und wird schon zu Lebzeiten als Gott der Gesundheit und der Gelehrsamkeit verehrt.

Er hat jetzt mit einem sensationellen neuen Bau Aufsehen erregt. Seit Jahrhunderten werden Pharaonen in einem Mastaba(Bank)-Grab bestattet - in einer Flucht von Räumen, die oberirdisch durch einen flachen Aufbau gekennzeichnet sind.

Auch Imhotep hat in Saqqara eine solche Mastaba für Pharao Djoser errichtet. Imhotep hat nun auf diese Mastaba eine zweite Mastaba aufgesetzt damit das Grab seines Pharaos aus größerer Entfernung sichtbar ist. Nachdem dies gut gelungen war, hat er die Mastaba seitlich immer mehr erweitert und um weitere Stufen erhöht, bis schließlich eine pyramidenartige sechsstufige Stufenmastaba errichtet war.

Doch damit allein hat sich Architekt Imhotep noch nicht zufriedengegeben, sondern darum herum ein Abbild des Palastes mit Schatzhäusern, Tempeln, Gästehäusern und Plätzen errichtet. Auch ein Hof mit Steinmarken für das Seth-Fest, in dem der Pharao sich alle fünfzig Jahre erneuert fehlt nicht.

Das ungeheuerlichste ist aber, daß Imhotep zur Errichtung dieses Grabbauwerks nicht wie sonst üblich Holz und Lehmziegel verwendet hat, sondern alles aus feinstem weißen Kalkstein errichtete.

Wie man hört ist der gesamte Komplex mit Gängen untertunnelt in denen sich Alabastervasen und andere Schätze nur so türmen.

 
Granitpyramide des Mykerinos fertiggestellt (2470 v.Chr.) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Samstag, den 10. Oktober 2009 um 15:50 Uhr

Allen ist noch im Gedächtnis wie mühselig die Geschichte des Pyramidenbaus begann. Pharao Snofru baute als erster eine große und steile Pyramide in Dahschur, die beim Belegen mit der äußeren Verschalung in sich zusammenbrach. Seine zweite gleichzeitig gebaute Pyramide lies er dann nach oben hin flacher werden, sodass man sie spöttisch die "Knickpyramide" nennt. Ob die dritte aus rotem Stein erbaute "Rote Pyramide" von ihm stammt, ist umstritten.

Erst dem großen Pharao Cheops gelang es eine gigantische Pyramide von 200 Metern Höhe aus großen Kalksteinblöcken zu errichten. Die Pyramide wurde mit noch feineren weißen Blöcken verkleidet, sodaß sie in der Wüstensonne weithin leuchtet. Zu der Pyramide gehört ein Taltempel, ein Auffahrtsweg und der Pyramidentempel, in dem der tägliche Opferdienst für den göttlichen Cheops abgehalten wird. Für seine Hauptfrauen wurde kleinere Pyramiden neben der seinen erbaut und ein ganzer Friedhof mit Gräbern für Edle und Geistliche umgibt die Pyramide.

Um die Pyramide herum wurden Barken bestattet, die den Pharao auf dem Fluß durch den Himmel befördern sollen.

In den Komplex eingegliedert ist der altehrwürdige Sphinx, der schon unzählige hunderte von Jahren vor der Errichtung der Pyramide aus dem Fels gemeißelt wurde. König Chephren ließ sein Gesicht in den Sphinx einmeißeln.

Pharao Chefren lies neben der Pyramide des Cheops eine ähnliche Pyramide errichten, die fast so groß wie die des Cheops ist, aber noch größer aussieht, weil sie etwas höher steht. Eine besondere Attraktion ist der granitene Taltempel, in der acht überlebensgroße Statuen des sitzenden Pharaohs stehen.

Jetzt lies Pharao Mykerinos eine kleinere Pyramide errichten, da die Größe der Pyramiden seiner Vorgänger nicht mehr überboten werden kann. Um jedoch seine Größe angemessen zu zeigen, lies er seine Pyramide nicht mehr mit gewöhnlichen Kalksteinplatten verkleiden, sondern bedeckte sie vollständig mit polierten Granitplatten, deren Herstellung ein Vielfaches an Aufwand bedeutet. Er hat die Hoffnung, das dies die Grabräuber abwehren wird, die sich bereits in die Pyramiden seiner Vorgänger gewühlt haben.

 
Ägypten wieder vereinigt (2040 v.Chr.) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Samstag, den 10. Oktober 2009 um 15:48 Uhr

Vor 200 Jahren bestieg Phiops II. aus der 6. Dynastie den Thron und regierte 94 Jahre lang. In seiner Zeit begannen einige Versorgungsprobleme und Mißernten führten zu Hungersnöten. In dieser Zeit regten sich umstürzlerische Kräfte, die Gaufürsten wandten sich vom Pharaoh ab und das Land zerfiel. In der 7. Dynastie regierten 70 Pharaonen in 70 Tagen.

Doch nun hat Mentuhotep I. aus dem Südreich den Herscher des Nordreiches Merikarê vernichtend geschlagen und Herakleopolis eingenommen. Mentuhotep hat jetzt den Horusnamen Sema-Taui angenommen, dass heisst "Der die beiden Länder vereinigt hat". Mentuhotep baut in Deir-el-Bahri sein Grabmal in Form einer Pyramide mit einem sie umgebenden Pfeilersaal. Jetzt fahren ägyptische Schiffe wieder nach Byblos um Zedernholz aus den Wäldern des Libanon zu holen.

 
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