Griechenland PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Donnerstag, den 15. Oktober 2009 um 17:55 Uhr

Die Griechen treten erstmals in der älteren Palastzeit in das Licht der Weltgeschichte. Als Zeus Europa nach Kreta trug, bestand dort und auch auf dem Festland eine Palastkultur mit großen Herrschern, die sich in ihrem Thronsaal, dem Megaron an ihrem Feuer wärmten und den Göttern Wein opferten. Diese großen Männer wurden noch jahrhundertelang besungen. Doch ihre Kultur ging unter in den Wirren der Geschichte und es wurde still um die Griechen.

Bis um das Jahr 800 vor Christus eine neue Kultur zu wachsen begann, beflügelt von den wundrvollen Dingen, die die Phönizier ins Land brachten: Das Alphabet, bemalte Keramiken und die Kunde von den Bildwerken der Ägypter. Die Sänger der Griechen, wie der blinde Homer, besangen noch die Taten der alten Helden, während in den miteinander zerstrittenen Stadtstaaten von Korinth, Athen, Sparta, den Inseln der Ägäis und den Städten Kleinasiens (die heutige Westküste der Türkei) die Kultur zu blühen begann, wie schon andere Kultturen vor Ihnen geblüht hatten.

Doch in den Städten Kleinasiens regte sich etwas, was es vorher noch nirgends vorher gab. Die Götter waren zu Sagengestalten geworden, von denen man sich am Feuer erzählte, denen man vor den Tempeln opferte, aber die das Denken nicht mehr verbieten konnten. Und so begannen die Griechen Fragen zu stellen: Wer bin ich? Woher komme ich? Wie funktioniert die Welt? Die Philosophie, unabhängig von Religion entstand und brachte der Menschheit eine neue Art der geistigen Freiheit.

Doch eine neue macht begann sich in Italien zu rgen. Das römische Reich expandierte, bewunderte die griechische Kultur, übernahm sehr vieles und nahm Griechenland in sich auf. Das Christentum fand sein Zentrum in der prächtigen Griechenstadt Byzanz. Byzanz bewahrte den Schatz der griechischen Kultur und gab ihn sowohl an den Islam weiter, als auch im Zeitalter der Renaissance an Europa.

Doch schließlich musste sich Byzanz nach langem Kampf dem Islam ergeben. Nach langer Zeit der Türkenherrschaft erkämpfte sich Griechenland die Freiheit, das moderne Griechenland wurde neu geboren und ein moderner Staat enstand, der heute als ehemalige Mutter Europas heute ein wertvoller Teil Europas ist.

Ohne die vermittelnde und schöpferische Leistung Griechenlands wäre Europa nicht derselbe Kontinent. Alle geistigen, wissenschaftlichen und künstlerischen Errungenschaften Europas haben ihre Basis in den intellektuellen Leistungen der Griechen. Das sollte Grund genug sein, sich mit unseren Wurzeln zu beschäftigen und einmal nachzuschauen, woher wir kommen und wie wir wurden, was wir sind.

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 15. Oktober 2009 um 18:22 Uhr