Sagen
Troja PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Samstag, den 10. Oktober 2009 um 16:52 Uhr

Der Krieg um Troja war ein Sagenkreis, der bei den Griechen große Bedeutung hatte. Es gibt jedoch nicht das eine Buch der Troja-Sage, sondern die einzelnen Geschichten sind verstreut niedergelegt. In diesen Sagenkreis fügen sich auch die Homer zugeschriebenen Gesänge der Ilias und der Odysse ein. Künstler in Europa haben zu allen Zeiten Teile der Troja-Sagen als Thema verwendet.

Das wahre Troja

Der reiche Kaufmann und Hobby-Archäologe Schliemann war auch von der Geschichte fasziniert und beschloss Troja auszugraben. Er vermutete es, wie viele andere auch, in der Landschaft Ilion in der Türkei. Er bekam einen Tipp, dass sich Ruinen im Hügel bei Hisarlik befinden. Schliemann grub einen tiefen Graben bis zur untersten Schicht quer durch den Hügel und räumte alles Jüngere achtlos beiseite. Hier in der untersten Schicht vermutete er das Troja der Griechen. Doch die unterste Schicht war er viel zu früh dran. Auch der sogenannte Schatz des Priamos, der wohl ein Weihegeschenk an die Götter war, stammte aus einer viel zu frühen Zeit.

Heute wird in Troja von dem deutschen Archäologen Korfmann gegraben und es werden wieder sensationelle Entdeckungen gemacht. Troja war nicht nur eine Burg, sondern eine riesige befestigte Stadt, die Jahrhunderte lang bestand. Ihre Bedeutung liegt in ihrer Lage mit einer sicheren Bucht vor den Inseln der Dardanellen am Zugang zum schwarzen Meer, wo die Schiffe häufig auf günstige Winde warten mussten. Es hatte auch Beziehungen zu den Hethitern gegeben - einem der großen Mächte im Osten des Mittelmeeres neben den Ägyptern und Babyloniern.

Doch ob der trojanische Krieg der Griechen wirklich stattgefunden hat oder nur ein Märchen der Griechen war, darüber streiten sich auch heute noch die Gelehrten.

Das Urteil des Paris

Priamos herrscht mit seiner Frau Hekabe in Troja. Sie haben einen Sohn mit Namen Hektor und eine wahrsagende Tochter namens Kassandra. Hekabe wird geweissagt, dass ihr nächstes Kind zum Schicksal Trojas wird. Sie setzt das Neugeborene aus, aber es wird von einem Sklaven aufgezogen, der das Kind Paris nennt.

Auf einer Hochzeit wirft Eris, die Göttin der Zwietracht einen Apfel unter die Gäste, auf dem "Der Schönsten" eingeritzt ist. Die drei Göttinnen Hera, Athene und Aphrodite streiten sich, welcher von Ihnen der Apfel zusteht. Schließlich befiehlt Zeus, dass Paris die Entscheidung treffen soll. Paris entscheidet sich für Aphrodite und macht damit Hera und Athene zu Feinden Trojas.

Paris wird von Priamos auf einem Fest erkannt. Vor langer Zeit hatte Herakles Troja erobert und Hesione, eine Schwester von Priamos, nach Salamis entführt. Trotz vieler Warnungen rüstet Priamos eine Flotte aus, um sie zurück zu holen.

Die schöne Helena

In Sparta herrscht Menelaos, Sohn des Atreus. Er befindet sich zu Besuch bei Nestor, dem Fürsten von Pylos. Die Frau von Menelaos ist Helena, die schönste Frau Griechenlands. Als Paris auf der Insel Kythera ein Opfer für Aphrodite darbringt, sieht er sie und verliebt sich in sie. Darum zieht er ihr nach nach Sparta und entführt sie. Sie ist auch in Paris verliebt und gibt sich ihm hin. Er bringt sie nach Troja.

Sammlung der Helden

Als Menelaos dies hört, sammelt er eine große Streitmacht von Verbündeten aus ganz Griechenland um sich, unter anderen auch Nestor, König von Pylos und Agamemnon, Fürst von Mykene.

Odysseus von der Insel Ithaka will zusammen mit seiner Frau Penelope und seinem kleinen Sohn Telemach gemütlich vor dem Kamin sitzen. Da kommen einige Leute und wollen ihn abholen zu einem kleinen Kriegsabenteuer in Troja. Aber man heißt nicht umsonst auch "Der Listenreiche" und er kommt auf die prima Idee sich als sabbernden Irren auszugeben. Er spannt einen Ochsen und einen Esel vor seinen Pflug und sät Salz auf dem Acker. Seine Freunde sind aber auch nicht blöd. Sie legen seinen Sohn in die Ackerfurche. Da zuckt Odysseus zurück, denn den will er lieber doch nicht unterpflügen. Der Schwindel ist aufgeflogen und er muss seine Koffer packen.

Dem großen Helden Achilles ist geweissagt, dass er in Troja sterben wird. Seine Mutter möchte ihr Söhnchen natürlich nicht so gerne verlieren. Sie steckt ihren großen starken Helden in Mädchenkleider und hofft ihn so zu verstecken. Aber er wird doch erkannt und muss mitkommen.

Kampf vor Troja

Die Griechen ziehen also gegen Troja. Sie Segeln und rudern ihre Schiffe entlang der Küste über das ägäische Meer. Landen bei Troja und ziehen ihre Schiffe auf den Strand, denn Häfen hat man zu der Zeit kaum gebaut. Von dort aus ziehen sie durch das Land (die Troas) und plündern und brandschatzen die kleineren Städte. Allein Achilles rühmt sich zum Beispiel an der Plünderung von 11 Städten teilgenommen zu haben.

Nur Troja widersteht den Angriffen und kann nicht eingenommen werden.

Auch die Götter mischen kräftig mit. Athene und Hera stehen auf der Seite der Griechen gegen das Troja des Paris - der hat sie schließlich tief beleidigt. Apollon und Aphrodite helfen den Trojanern. Ares ist es egal, er mischt mit, Hauptsache es gibt ordentlich Zoff. Zeus ist nicht so begeistert von dem Chaos, kann sich aber nicht so richtig gegen seine Mitgötter durchsetzen.

Ilias

Die Griechen werden in der Ilias als "Achaier" oder "Danaer" bezeichnet. Die Ilias erzählt einige wenige Tage in einer Zeit, als die Stadt schon seit mehr als neun Jahren von den Griechen belagert wird. Hauptthema ist der Streit zwischen Agamemnon, Herrscher von Mykene und Achilles, Sohn der Göttin Thetis.

Agamemnon nimmt Achilles die Ehrenfrau Briseis, die dieser nach dem Kampf um Theben bekommen hat. (Gesang 1). Deshalb verliert Achilles sein Vetrtrauen zu Agamemnon und jedes Interesse am Krieg, an dem er nur Agamemnon zuliebe teilgenommen hat. Auch das Eingeständnis des Fehlers und das Angebot eines Haufens Schätze stimmen ihn nicht um (Gesang 9). In höchster Not versucht Patroklos noch Achilles zu besänftigen (Gesang 15). Als Patroklos getötet wird, greift Achilles ein, um Patroklos zu rächen und tötet schließlich den trojanischen Königssohn Hektor (Gesang 22).

Wer den vollen Text lesen will, kann auch im Projekt Gutenberg die Übersetzung von Heinrich Voß heranziehen.

Das Ende von Troja

Im dritten Gesang der Odyssee erzählt Nestor, dass Ajax und Achilles vor Troja gestorben sind und von der Heimkehr der Helden.

Im achten Gesang der Odyssee wird erzählt, dass die Griechen ein großes hohles hölzernes Pferd als Weihegeschenk zimmern. Das Pferd lassen Sie in der Ebene stehen, besteigen ihre Schiffe und verlassen das Land.

Die Tojaner jubeln, endlich haben die Griechen es aufgegeben Troja einnehmen zu wollen. Das Pferd ist ein Tier, dass den Trojanern heilig ist.

Laokoon, ein Priester des Apollon, warnt vor dem Pferd. Er schleudert einen Spies danach. Aber die Götter haben beschlossen, Troja zu vernichten. Sie schicken zwei Meeresungeheuer, die die Söhne des Laokoon anfallen. Als Laokoon ihnen zu Hilfe kommen will, wird auch er getötet. Das sehen die Trojaner als Zeichen der Götter, dass Laokoon unrecht hat. Sie ziehen das Pferd in die Stadt.

Kassandra, Tochter von Priamos und Wahrsagerin warnt, dass das Pferd ihnen Verderben bringen wird, aber weil sie einmal die Liebe des Gottes Apollon zurückwies, ist ihr schreckliches Schicksal, dass sie alles klar sieht, aber ihr nie jemand glaubt.

Dies ist der Plan des listenrechen Odysseus: Im Pferd halten sich Griechen versteckt. In der Nacht verlassen sie das Pferd und ziehen mordend durch die Burg. Die griechischen Schiffe kehren noch in der Nacht zurück. Die Griechen in Troja öfnnen ihnen das Tor der Stadt und die Griechen verwüsten Troja.

Odyssee

Odysseus ist verheiratet mit Penelope und hat einen Sohn namens Telemach. Manche nennen ihn übrigens auch "Ulysses". Er will eigentlich nur nach Hause und sich endlich von zehn Jahren Kampf vor Troja ausruhen. Er steigt auf sein Schiff und legt ab. Doch Poseidon ist sauer und so wird er auf eine lange, lange Tour geschickt ohne seine geliebte Insel Ithaka bald zu erreichen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Es wird auch eine Nacherzählung der Odyssee hier geben, aber wer schon einmal eine Übersetzung des Originals lesen will, kann dies im Projekt Gutenberg tun.

Aeneas

Anchises ist Herrscher von Dardanos in der Troas. Zeus entbrennt Artemis in Liebe zu Anchises. Die beiden vereinigen sich und Artemis gebiert Aeneas, der damit ein Halbgott ist. Artemis gebietet Anchises, dass dieser nicht verrät, wer die Mutter des Kindes ist. Doch Anchises kann seinen Mund nicht halten und wird duch einen Blitzschlag gestraft, der ihn lämt.

Aeneas hat den Untergang seiner Stadt Troja überlebt. Als die Griechen in die Stadt eindringen, gelingt ihm die Flucht mit seinem gelähmten Vater auf den Schultern.

Zusammen mit einer handvoll Trojanern baut Aeneas ein paar Schiffe. Auf der Insel Delos wird ihm vom Orakel geraten, das Volk seiner Väter zu suchen und ihm geht schließlich auf, dass dies Italien ist. Italien war die Heimat des Vorfahren Dardanus, dem Gründer Trojas. Nach längerer Odyssee landet er in Italien und wird schließlich Nachfolger des regierenden Königs Latinus. Sein Sohn folgt ihm und wird nach der Heimat Ilion "Iulus" genannt. Auf ihn führt sich das Geschlecht der Julier zurück, dem auch Julius Cäsar entstammt.

 
Tantalos PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Samstag, den 10. Oktober 2009 um 16:51 Uhr

Im weiten Goldland Lydien in Kleinasien herschte der König Tantalos. Er war Sohn des Gebirges Tmolos und der Pluto, einer Tochter des Kronos. Er wurde Vater vieler bedeutender Geschlechter, unter anderem war er Vater des Pelops, nach dem der Peloponnes benannt ist. Oft saß er an der Tafel der Götter zu Gast. Doch sein Macht, sein Reichtum und die Gunst der Götter machten ihn überheblich.

Als er eines Tages die Götter in seinen Palast zu einem Opfermahl einlud, wollte er ihnen das Beste servieren, was er zu geben hatte und gleichzeitig die Allwissenheit der Götter auf die Probe stellen. Er schlachtete seinen Sohn Pelops, kochte ihn in einem großen Topf und servierte ihn den Göttern. Die Götter aber rührten das Fleisch nicht an, sondern ließen Pelops wieder zum Leben erwachen, schöner als er zuvor gewesen war.

Tantalos richtete auch viele Feste für die Sterblichen aus. Hier verriet er ihnen die Geheimnisse der Götter und servierte ihnen Nektar und Ambrosia, die Speisen, die allein für die Götter bestimmt waren.

Eines Tages war Tantalos wieder an der Tafel der Götter zu Gast. Als Zeus ihm einen Wunsch gewährte, wünschte er sich wie die Götter zu sein. Dies erzürnte Zeus endgültig.

Tantalos wurde bestraft durch ewige Qual. Er mußte auf ewige Zeiten in der Unterwelt leiden. Er steht bis zu den Knien im Wasser und immer, wenn er trinken will, weicht das Wasser vor ihm zurück. Über ihm hängen süße Frücht und immer, wenn er danach greifen will, wirft ein Windstoß hoch bis zu den Wolken.

 
Perseus PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Samstag, den 10. Oktober 2009 um 16:50 Uhr

Im Nordosten des Peloponnes liegt die fruchtbare Ebene Argolis, das Zentrum der Mykenischen Kultur. Schon im Leib ihrer Mutter stritten die Zwillinge Akrisios und Proitos miteinander. Gemeinsam sollten sie in Argos herschen, doch sie führten Krieg gegeneinander. Akrisios gewann und wurde König in Argos.

Dem Akrisios wurde die Tochter Danae geboren und nach dem Spruch der Götter sollte dies sein einziges Kind bleiben. Vom Sohn der Danae aber sollte er gestürzt werden. Darum sperrte er Danae in ein unterirdisches Zimmer mit Eisenwänden, damit sie nie ein Kind bekommen kann. Der Göttervater Zeus selbst jedoch war von Danae bezaubert. Er verwandelte sich in einen goldenen Regen und drang so in das eiserne Zimmer ein, begattete Danae und zeugte so das Kind Perseus.

Akrisios entdeckte das Kind, steckte Danae und Perseus in eine Kiste und setzte sie auf dem Meer aus. Ein Fischer rettet sie, sie erzählen ihre Geschichte und Perseus wächst im Land des Königs Polydektes auf.

Jahre später veranstaltet Polydektes ein Gastmahl um Hochzeitsgeschenke für Hippodameia zu sammeln. Perseus ist mittellos, verspricht dem König aber das Haupt der Gorgone Medusa, bei deren Anblick jeder versteinert. Dem Zeussohn helfen die Najaden indem sie ihm Flügelschuhe, eine Tarnkappe und einen Beutel für das Medusenhaupt leihen.

So eilte er unsichtbar mit seinen Flügelschuhen zu den Gärten der Hesperiden am Rande der Finsternis. Die drei Graiai bewachten hier die Gorgonen. Sie hatten zusammen nur ein Auge, dass sie bei der Wachablösung weitergaben. Bei Wachtwechsel nahm Perseus ihnen das Auge weg und zwang sie so ihm den Weg zur Höhle der drei Gorgonen zu zeigen.

Athene zeigte ihm in einem blanken Schild die Medusa, die er nicht direkt anblicken durfte, um nicht zu versteinern. Mit einer Sichel schnitt er ihr das Haupt ab und packte es in seinen Sack. Aus dem Halsstumpf der Medusa aber entsprangen der Held Chrysaor und das Pferd Pegasos, mit denen die Medusa schwanger war vom Gott Poseidon. Jetzt flüchtete Perseus vor den Schwestern der Medusa.

Auf dem Rückweg erblickte er das Mädchen Andromeda an einen Felsen geschmiedet und einem Meerungeheuer ausgeliefert. Dies war die Buße Poseidons dafür, dass ihre Mutter Kassiopeia behauptet hatte schöner als die Nereiden zu sein. Perseus tötete das Monster und wollte Andromeda mit sich nehmen. Als Andromedas Bräutigam, Phineus und dessen Gefährten ihn daran hindern wollen, versteinert er sie, indem er ihnen das Gorgonenhaupt zeigt.

Zurück bei Polydektes lachen ihn die Gäste aus, aber er zeigt auch ihnen das Gorgonenhaupt und versteinert sie alle. Er gibt das Haupt der Athene und seine Werkzeuge den Najaden zurück, dann macht er sich mit Danae und Andromeda auf den Weg nach Argos. Er wollte sich mit seinem Großvater Akrisios versöhnen, aber beim spielerischen Wurf mit einem Diskos tötet er ihn versehentlich.

Aus Scham über seine Tat will er nicht über Argos herschen, tauscht die Herschaft mit Megapenthes und herscht nun über das von den Kyklopen erbaute Tiryns. Von dort aus gründete er die Stadt Mykene. Man erzählt auch, dass er gegen den Gott Dionysos siegreich gekämpft hat. Mit Andromeda zeugte er unter anderen Perses, den Stammvater der Perser und auch die Großväter des Herakles.

 
Ödipus PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Samstag, den 10. Oktober 2009 um 16:49 Uhr

Die Herrscher von Theben waren Laios und Iokaste. Laios hatte in jungen Jahren den Sohn des Pelops geraubt und war von ihm verflucht worden. Laios befragte das Orakel von Delphi, ob er einen Sohn haben werde und das Orakel sagte ihm in aller Deutlichkeit "Zeuge keine Kinder gegen den Willen der Götter! Wenn du es doch tust, wird dein Sohn dich und deine ganze Familie auslöschen!"

Eines Tages war Laios stark betrunken und in diesem Zustand begattete er Iokaste und zeugte einen Sohn. Gleich nach der Geburt setzte er das Kind in einer Truhe auf dem Fluss aus. Dort fand ihn die kinderlose Königin Merope. Sie nahm ihn auf und erzog ihn, als ob er ihr eigener Sohn wäre.

Auf einem Gelage beschimpfte Ödipus ein Gast, dass er nicht das Kind seiner Eltern sei. Um das zu klären, ging Ödipus zum Orakel von Dephi und befragte es danach. Statt ihm zu antworten, weissagte das Orakel ihm, dass er seinen Vater töten und seine Mutter heiraten werden. Daraufhin beschloss er, nicht nach Hause zurückzukehren.

An einer Wegenge trat ihm ein Herold entgegen und rief "Aus dem Weg!" Dahinter kam ein Wagen, der ihn fast überfuhr und der Mann auf dem Wagen schlug ihn mit seiner Peitsche. Da kochte die Wut in ihm hoch und er schlug mit seinem Wanderstab erst den Wagenfahrer und danach den Herold tot. Nach dieser Tat floh er in die Berge.

Nun regierte die Königin Iokaste allein in Theben. Und als sei das Unglück nicht genug, lies sich das Ungeheuer Sphinx in Gestalt einer geflügelten Löwin mit einem Menschenkopf vor der Stadt nieder. Jeden Tag raubte sie einen Bewohner, solange bis jemand ihr Rätsel lösen würde. Iokaste lies verbreiten, dass wer die Stadt befreite sie und das Königreich bekommen sollte. Davon hörte auch Ödipus und ging nach Theben.

Ödipus ging zur Sphinx und diese stellte ihm Rätsel. "Was geht am Morgen auf vier Beinen, am Mittag auf zwei Beinen und am Abend auf drei Beinen?" Ödipus löste das Rätsel, die Sphinx stürzte sich ins Meer. Ödipus heiratete Iokaste und wurde König von Theben. Er zeugte mit ihr vier Kinder: Eteokles, Polyneikes, Antigone und Ismene.

Doch Theben erkrankte: Eine Seuche brach aus. Ödipus lies den weisen blinden Seher Teiresias kommen und fragte ihn, was mit der Stadt geschah. Teiresias wollte erst nicht reden, sagte dann aber dem Ödipus, dass er seinen Vater ermordet hatte und mit seiner Mutter verheiratet war. Iokaste erhängte sich und Ödipus blendete sich selbst und floh aus dem Palast.

 
Ilias PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Samstag, den 10. Oktober 2009 um 16:48 Uhr

Dem blinden Sänger Homer wird die Erzählung dieser Geschichte zugeschrieben. Er erzählte vieles, was es schon zu seiner Zeit nicht mehr gab. Zum Beispiel die mit Eberzähnen besetzten Helme und die Art der Verwendung von Streitwägen stammten aus einer lange vergangenen Epoche. Darum wird er sich wohl auf alte schriftliche und mündliche Überlieferungen gestützt haben.

Wer den vollen Text lesen will, kann auch im Projekt Gutenberg die Übersetzung von Heinrich Voß heranziehen.

Die Personen

Damit man nicht die Übersicht verliert, hier die Hauptpersonen:

(noch in Arbeit)

  • Götter
    • Zeus: Göttervater, der nicht ganz unumschränkte Herrscher auf dem Olymp.
    • Hera: Ehefrau des Zeus und Göttin des Haushalts.
    • Aphrodite: Die Göttin der Liebe
    • Apollon: Gott der Weisheit und der Wissenschaft.
    • Athene: Tochter des Zeus, kriegerisch und weise
    • Thetis: Meeresgöttin
    • Ares: Kriegsgott
  • Griechen
    • Menelaos: Sohn des Atreus, König der Spartaner.
    • Helena: Frau des Menelaos, entführt von Paris
    • Agamemnon: König der Mykener.
    • Idomeneus: Herrscher von Kreta.
    • Achilles: Sohn der Thetis, Halbgott, unverletzlich bis auf seine Ferse.
    • Ajax der Telamonide:
    • Nestor: König von Pylos (Südwest-Peloponnes)
    • Odysseus: König von der Insel Ithaka, auch gennant "Der Listenreiche"
    • Chryses: Apollon-Priester aus Theben
    • Diomedes:
  • Trojaner
    • Priamos: König der Trojaner
    • Paris/Alexandros: Unheilbringender Sohn des Priamos
    • Hektor: Sohn des Priamos
    • Kassandra: Tochter des Priamos, Hellseherin im Dienste des Apollon
    • Pandaros: Lykier
    • Äneias:
    • Glaukos: Sohn des Belophontes, ein Lykier.

Die folgenden nummerierten Kapitel entsprechen den Gesängen der Ilias. Die Überschriften sind meine Erfindung.

1 Der Streit

Der alte Greis Chryses, ein Priester des Gottes Apollon ging in vollem Priesterornat zu König Agamemnon und verlangte die Herausgabe seiner Tochter. Sie war die Beute Agamemnons nach der Eroberung der Stadt Theben. Chryses versprach, die Griechen würden dafür dann auch in Troja siegen. Agamemnon wollte sie behalten, schmiss Chryses heraus und drohte ihm, er solle sich nicht noch einmal blicken lassen. Chryses war sauer und flehte zu seinem Boss, Gott Apollon, dass er die Griechen dafür bestrafen solle. Sofort machte sich Apollon auf und verbreitete Seuchen, die erst die Tiere und dann die Menschen töteten. Das ging so neun Tage lang.

Die Göttin Hera konnte es nicht länger mit ansehen und sie gab Achilles ein, dass er etwas tun sollte. Es wurde eine Versammlung einberufen und Achilles forderte Agamemnon auf, herauszufinden wie man Apollon beruhigen kann. Der Seher Kalchas bat erst Achilles ihn vor dem Zorn des Herrschers zu schützen und sagte dann, dass die Tochter des Chryses heraus gegeben werden müsste. Agamemnon wurde wütend, wollte die Tochter behalten und sagte, wenn er sie freigebe, will er auch etwas dafür haben. Achilles meinte sie hätten nichts, aber wenn Troja fiele, würden sie ihm gerne etwas dafür geben. Agamemnon verlangte als Ersatz sollte ihm einer, egal ob Achilles, Ajax oder Odysseus seine Ehrenfrau als Ersatz geben und notfalls würde er sie sich holen. Jetzt war Achilles sauer, meinte er hätte von diesem blöden Krieg sowieso nichts, ist nur aus Hilfsbereitschaft mitbekommen und geht jetzt nach Hause. Bäh. "Geh nur", meinte Agamemnon, "ich werde nicht betteln, dass du bleibst und hole mir deine Frau als Erste."

Als Achilles schon das Schwert ziehen will, steigt Athene herab und sagt ihm, dass solle er doch bitte bleiben lassen und nachgeben. Jetzt griff Nestor ein und sagte sie sollen sich hier vor Troja gefälligst zusammen reißen. Agamemnon blieb starrsinnig und holte sich die Ehrenfrau von Achilles. Der Gott Apollon wird mit der Rückgabe von Chryses und Tieropfern besänftigt und die Seuchen werden von Apollon gestoppt.

Achilles klagt sein Leid seiner Mutter, der Meeresgöttin Thetis. Thetis begiebt sich zu Zeus und bittet ihn die Griechen am Sieg in Troja zu hindern, bis Achilles Entehrung wiedergutgemacht ist. Zeus bewilligt ihr dies.

2 Die Täuschung

Zeus schickt Agamemnon einen täuschenden Traum, in dem er ihm weis macht, er solle jetzt Troja angreifen und würde siegen. Am Morgen teilt er den Anführern seinen Traum mit und sagt, er würde Volk sagen, sie sollten nach Hause segeln und die Anführer sollten Sie dann wieder überreden dort zu bleiben.

Agamemnon redete zum Volk und sagte ihnen, sie würden jetzt abziehen. Das Volk stürzte zu den Schiffe. Das sahen Hera und Athene und schossen vom Olymp herab, um das Volk an der Abfahrt zu hindern. Von ihnen unterstützt begeisterten Nestor und Odysseus das Volk nach neun Jahren des Kampfes wieder für die kommende Schlacht und Agamemnon sprach zum Abschluss.

Nun stürmen die Griechen los. Die Göttin Iris wird von Zeus zur Versammlung der Troer geschickt und warnt sie vor dem Ansturm der Griechen. Sie rät auch zu einem Ausfall. Unter der Führung von Hektor und der Herrscher der anderen Stämme, die Troja unterstützen rücken die Troer aus.

3 Paris und Menelaos

Die Troer machen einen Ausfall aus der Stadt unter der Führung des Helden Paris, der hier seltsamerweise Alexandros genannt wird. Aber Paris flieht, als er dem kräftigen Menelaos gegenüber steht und die Griechen lachen ihn als Maulhelden aus. Um seinen Ruf zu retten, schlägt Paris nun einen Zweikampf um die schöne Helena vor, der den Krieg entscheiden soll. Menelaos nimmt an. Helena steigt auf einen Turm, um dem Kampf zuzusehen. Das Los wird gezogen und Paris darf zuerst den Speer schleudern, richtet aber nichts aus. Nun ist Menelaos an der Reihe, verfehlt aber Paris um Haaresbreite. Menelaos zückt das Schwert, aber es zerbricht am Helm des Paris. Dann stürzt sich Menelaos mit nackten Händen auf Paris, doch die Göttin Aphrodite rettet Paris und bringt das Bübchen nach Hause. Sie zwingt sogar noch Helena mit wilden Drohungen, sich zu Paris zu legen. Damit hatte Menelaos jetzt gewonnen, Krieg erledigt, Helena zieht mit den Griechen nach Hause, aus, vorbei.

4 Die Intrigen der Götter

Die Götter setzen sich im Olymp gemütlich zusammen und beraten, wie es weitergehen soll. Zeus will, dass es endlich jetzt vorbei ist und die Griechen mit Helena nach Hause gehen. Athene und Hera protestieren aber, sie sind schließlich genauso Götter wie Zeus und er kann ihnen doch nicht jeden Spaß verderben. Sie wollen, dass der Krieg bis zur Zerstörung von Troja fortgesetzt wird. Zeus gefällt diese Idee überhaupt nicht, aber er seufzt tief und lässt Hera ihren Willen.

Athene wird losgeschickt und sie überredet den mit Troja verbündeten Lykier Pandaros einen Pfeil auf Menelaos abzuschießen. Dann lenkt Athene den Pfeil so, dass Menelaos nur einen gut blutenden Kratzer abbekommt, aber die Griechen sind jetzt stinksauer. Griechen und Trojaner stürmen aufeinander ein und ein riesiges Gemetzel läuft ab.

5 Diomedes gegen die Götter

Das Gemetzel geht weiter. Der Grieche Diomedes tut sich dabei besonders hervor und wird von Pandaros mit einem Pfeil an der Schulter verwundet. Doch Athene lindert Diomedes Verwundung und er mäht alles nieder, was ihm über den Weg läuft.

Als Pandaros sieht, dass sein Pfeil nichts ausgerichtet hat, will er erst den Kampf aufgeben und nach sich schmollend nach Hause, nach Lykien zurückziehen - er hätte es tun sollen! Er lässt sich aber von Äneias überreden, gegen Diomedes zu kämpfen und beide zusammen fahren mit dem Streitwagen los. Pandaros geworfener Speer verfehlt Diomedes, er ist schließlich auf Bogenschießen spezialisiert. Doch Diomedes Speer durchbohrt von Athene gelenkt den Kopf von Pandaros - nichts ist mehr mit nach Hause fahren.

Äneias kann jetzt nicht einfach wieder abhauen. Er stürzt mit dem Speer los, wird aber von Diomedes mit einem schweren Stein an der Hüfte getroffen - die Hüfte ist zerschmettert und er fällt jammernd um. Diomedes will die Arbeit zuende führen, aber bevor er Äneias den Garaus machen kann, will Aphrodite ihn wegtragen - darin hat sie ja nun Übung (siehe oben). Doch Diomedes lässt sich von einer lächerlichen Göttin nicht einfach seine Beute abjagen! Er stürzt sich auf Aphrodite und durchbohrt ihre Hand, sodass Sie Äneias fallen lassen muss. Das göttliche Blut tropft, sie ist erst verblüfft, fängt dann an zu heulen und flüchtet zum Olymp um sich zu beschweren. Aber Zeus antwortet ihr, sie soll lieber Heiraten vermitteln, anstatt sich in Kriege einzumischen.

Nun versucht Apollon den Äneias zu schützen. Diomedes stürzt sich erst auch auf Apollon, wird aber von Apollon gewarnt, dass es ihm schlecht bekommen wird, gegen die Götter zu kämpfen. Apollon trägt Äneias nach Pergamon, wo er von Leto und Artemis gepflegt wird. Apollon hetzt nun den Kriegsgott Ares gegen die Griechen auf, weil Diomedes gegen die Götter kämpft. Äneias wird geheilt und ist stärker als je zuvor. Er stürzt sich wieder ins Kampfgetümmel und mäht nun seinerseits die Griechen nieder.

Ares kämpft nun auf Seiten der Trojaner und die Griechen müssen zurückweichen. Da mischen sich Hera und Athene mit Erlaubnis von Zeus ein. Hera holt den Wagen und beide Düsen Richtung Troja. Als Ares gerade auch Diomedes mit seinem Speer erstechen will, schützt Athene Diomedes und lenkt dann Diomedes Speer in den Bauch von Ares.

Hier eine Kostprobe aus dem Original in der etwas altertümlichen Übersetzung von Johann Heinrich Voss:

 

Als nun der mordende Ares ersah Diomedes den Edlen;
Ließ er Periphas schnell, den Gewaltigen, dort in dem Staube
Liegen, allwo er zuerst des Erschlagenen Seele geraubet;
Eilte dann grade daher auf den riesigen Held Diomedes.
Als sie nunmehr sich genaht, die Eilenden gegeneinander,
Vor dann streckte der Gott sich über das Joch und die Zügel
Mit erzblinkender Lanz', in Begier ihm die Seele zu rauben.
Doch mit der Hand sie ergreifend, die Herrscherin Pallas Athene
Stieß sie hinweg vom Sessel, daß nichtiges Schwungs sie vorbeiflog.

Jetzo erhub sich auch jener, der Rufer im Streit Diomedes.
Mit erzblinkender Lanz' und es drängte sie Pallas Athene
Gegen die Weiche des Bauchs, wo die eherne Binde sich anschloß.
Dorthin traf und zerriß ihm die schöne Haut Diomedes,
Zog darin die Lanze zurück. Da brüllte der eherne Ares,
Wie wenn zugleich neuntausend daherschrien, ja zehntausend
Rüstige Männer im Streit, zu schrecklichem Kampf sich begegnend.
Rings nun erbebte das Volk der Troer umher und Achaier,
Voll von Angst: so brüllte der rastlos wütende Ares.

Ares schießt in den Olymp hoch und jammert vor Zeus herum, beschwert sich über dessen Tochter Athene und über Diomedes und dass Zeus nichts dagegen tut. Zeus lässt Ares eiskalt abblitzen, aber lässt wenigstens seine Wunde heilen.

6 Hektor beim Hausbesuch

Weiter wogt die Schlacht hin und her und die Griechen kommen in den Vorteil. Agamemnon ermahnt Diomedes keinen Troer zu verschonen und sei es auch ein Kind im Bauch der Mitter. Diomedes trifft den Lykier Glaukos, einen alten Freund seiner Familie, der auf der Seite der Trojaner kämpft und wechselt als Zeichen der Freundschaft mit ihm die Rüstung.

Hektor wird losgeschickt, um die troischen Frauen aufzufordern durch Opferversprechen Athene um Hilfe gegen Diomedes und für die troischen Frauen und Kinder zu bitten. Dann zieht Hektor weiter in den Palast und staucht Paris zusammen, weil er dort noch immer herumlümmelt anstatt mit den anderen Troern zu kämpfen. Paris verspricht gleich herauszukommen, er muss sich nur noch umziehen. Hektor lehnt das von Helena angebotene Plauderstündchen ab und geht zu seinem Haus, trifft aber seine Frau Andromache nicht an. Er findet sie auf dem Turm und sie versucht ihn zu überreden zu Hause zu bleiben. Aber nichts da, ihn halten weder Frau noch Kind und auf dem Weg aus der Stadt trifft er auch den gerüsteten Paris.

7 Noch ein Zweikampf

Aufgemuntert durch Hektor und Paris, wendet sich das Blatt wieder zugunsten der Trojaner. Athene und Apollon setzen sich auf eine Buche und einigen sich, dass die Schlacht ruhen soll. Hektor soll gegen einen Griechen zur Entscheidung des Krieges kämpfen. Hektor fordert also die Griechen heraus und bei denen entsteht peinliches Schweigen bis Menelaos die griechische Schande nicht mehr aushält und die Herausforderung annehmen will, aber Agamemnon überredet ihn es besser bleiben zu lassen. Nestor entschuldigt sich, er sei zu alt für so etwas, aber er kann neun Leute motivieren sich freiwillig zu melden. Es werden nun Lose unter den Neun gezogen und Ajax der Telamonier bekommt den Zuschlag, rüstet sich und stürmt los. Angesichts des Ajax bekommt es selbst Hektor etwas mit der Angst zu tun.

Nach einigem beiderseitigem Imponiergehabe schleudert Hektor seinen Speer gegen Ajax. Der Speer trifft den Schild von Ajax und bleibt stecken. Ajax schleudert seinen Speer. Der Speer durchschlägt den Schild des Hektor. Aber er prallt an der Rüstung Hektors ab. Gong! - Ende der ersten Runde. Beide nehmen ihre Speere zurück und rennen damit aufeinander zu. Wieder scheitert Hektors Speer am Schild des Ajax. Ajax durchlägt wieder Hektors Schild, zielt Richtung Hals und kann Hektor einen Kratzer am Hals beibringen. Gong! Auf in Runde drei. Jetzt wirft Hektor mit einem herumliegenden Stein und trifft donnernd Ajax Schild. Ajax hebt einen mühlsteingroßen Brocken und wirft ihn auf Hektor. Hektors Schild zerbricht entgültig, der Brocken trifft ihn am Knie und geht zu Boden, aber da, da greift Apollon ein und hilft Hektor auf die Beine - Schiebung!

Plötzlich tauchen zwei Boten des Zeus dazwischen und erklären den Kampf für den heutigen Tag für beendet, da die Nacht hereinbricht. Die beiden Kämpen tauschen noch Geschenke aus und Hektor schleicht sich davon, froh den Kampf lebend überstanden zu haben (man bedenke, dass diese Geschichte von den Griechen geschrieben wird!)

Die Griechen organisieren eine kleine Spontanfete und beschließen am nächsten Tag Feiertag zu machen, die Toten einzusammeln und einzuäschern. Dann wollen Sie eine Mauer um ihre Schiffe bauen, um sich vor Angrifen der Trojaner zu schützen.

Die Trojaner versammeln sich auch. Antenor rät, Schluss zu machen und den Griechen zu geben, was der Griechen ist. Bübchen Alexandros will "seine" Helena aber nicht herausrücken, höchstens die geklauten Schätze zurückgeben.

Ein Bote der Trojaner verkündet dies den Griechen, aber die lehnen dankend ab, denn das die Trojaner solche Angebote machen kann ja nur bedeuten, dass sie Angst haben zu verlieren.

Beide seiten sammeln den nächsten Tag ihre Toten ein. Die Griechen bauen ihre Mauer, aber die Götter, insbesondere auch Zeus, sind tief beleidigt weil ihnen für das Gelingen kein Opfer dargebracht wird. Abends trifft noch eine Ladung Wein ein und die Griechen feiern mit Ochs und Wein. Alles schläft dann freidlich, nur Zeus wälzt sich unruhig hin und her und denkt nach, wie er die Griechen für ihre Unachtsamkeit piesacken kann.

8 Götterdämmerung

Zeus ruft eine Götterversammlung ein, gibt Anweisung, dass sich die anderen Götter aus dem Kampf jetzt heraus halten sollen und droht jeden mit Vernichtung, der aus der Reihe tanzt. Dann nimmt er sich einen Wagen und setzt sich auf einen Logenplatz auf dem Berg Ida, um den dummen kleinen Menschlein zuzusehen.

Nach dem Früstück fallen Trojaner und Griechen wieder übereinander her. Da greift Zeus ein und donnert und blitzt auf die Griechen nieder, dass alle sich schnellstens verdrücken. Alle? Nicht alle! Alexandros hat das Pferd von Nestor in den Kopf geschossen und der kann nun nicht weg, sondern liegt im Dreck. Hektor will die günstige Gelegenheit nutzen und dem alten Herrn die Kehle durchschneiden, doch der gute Diomedes zieht ihn auf seinen Wagen und sie stürmen gemeinsam auf Hektor zu bis der Blitz des Zeus vor ihnen einschlägt und sie erkennen, dass Zeus heute nicht mit ihnen ist und sie Richtung Schiffe sich zurückziehen.

Hektor hat begriffen, dass sie heute Zeus an ihrer Seite haben und befiehlt den Sturm auf die Mauer der Griechen, um die Schiffe abzufackeln und die Griechen abzumurksen. Da machte Hera dem Agamemnon Mut und der flehte nun Zeus an, ihn nicht einfach abzumurksen, weil er ihm doch immer geopfert hatte. Zeus hat erst ein Einsehen, lässt dann aber doch die Trojaner bis zur Mauer vordringen. Da versuchen Hera und Athene mit einem Wagen den Trojanern zu Hilfe zu kommen, aber Zeus stoppt sie aus und sie kehren in den Olymp zurück. Dorthin kommt auch Zeus und hält eine Standpauke.

Es wird Nacht und Hektor versammelt seine Leute. Sie bleiben die Nacht über vor den Toren Trojas, damit die Griechen sich nicht heimlich verdrücken können.

9 Versöhnungsversuch mit Achilles

Agamemnon ruft eine Versammlung ein. Er hat die Hose voll und will nach Hause fliehen, weil Zeus ihn nicht mehr lieb hat. Diomedes sagt zu ihm, er kann ja gehen, aber die anderen bleiben. Nestor hat die prima Idee, dann kann Agamemnon ja alle einladen und sie futtern seine Vorräte auf - gesagt, getan. Als alle pappvoll und abgefüllt sind, rät Nestor, dass Agamemnon den Achilles besänftigen soll. Agamemnon sieht seinen Fehler ein, will Briseis zurückgeben und legt noch diverse Schätze, eine seiner Töchter und sieben Städte drauf.

Eine Abordnung fleht Poseidon um Hilfe an und geht zu Achilles. Achilles läd alle zu Wein und Schschlik ein. Danach schildert Odysseus ihre verzweifelte Lage in farbigen Worten, zählt die Versöhnungsgaben des Agamemnon auf und bittet ihn auch um der gesamten Griechen willen seinen Zorn zu begraben. Aber Achilles hatte viel Zeit zum nachdenken. Er hat genug Kriege geführt, genug Beute gemacht und gedankt wird es einem doch nicht. Er misstraut Agamemnon und fährt morgen nach Hause. Ihm ist auch von seiner göttlichen Mutter Thetis geweissagt worden , dass er entweder vor Troja sterben und ewigen Ruhm erlangen kann oder nach Hause fährt, seinen Ruhm verliert und lange lebt. Sein Ziehvater Phoenix redet ihm zu, dass selbst die Götter einen Frevel vergeben und erzählt ihm eine lehrreiche Geschichte. Achilles antwortet ausweichend. Ajax beklagt sich auch noch über seine Starrsinnigkeit und Achilles deutet an, dass er hilft, wenn es zum äußersten kommt.

Die Delegation überbringt die Nachricht an Agamemnon und alle gehen zu Bett.

10 Kundschafter

Agamemnon kann nicht einschlafen und brütet, wie er die Griechen retten kann, wo Zeus doch nun den Trojanern zur Seite steht. Nach und nach werden die Führer der Griechen zusammen geholt. Nestor sucht einen Freiwilligen als Kundschafter gegen großen Lohn. Diomedes und Odysseus melden sich, sie flehen Athene um Hilfe an und ziehen los.

Hektor hat dieselbe Idee und Dolon meldet sich. Hektor schwört bei Zeus, dass Dolon als Belohnung einen tollen Streitwagen bekommt. Aber Diomedes und Odysseus verfolgen Dolon und er gibt auf, als Diomedes einen Warn-Speer nach ihm wirft. Er plaudert auch gleich munter auf Nachfrage aus, dass die trojanischen Führer sich versammelt haben, dass das trojanische Lager unbewacht ist, wo welche Verbündeten lagern und insbesondere, das neu angekommene Thraker abseits der Anderen lagern. Diomedes nimmt es dankend zur Kenntnis und köpft Dolon.

Diomedes metzelt dreizehn Thraker inklusive König nieder und Odysseus klaut ihre Pferde. Dann rät Athene dem Diomedes, er solle sich besser aus dem Staub machen und beide kommen wohlbehalten wieder bei den Schiffen an.

Fortsetzung folgt

 
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