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Dem blinden Sänger Homer wird die Erzählung dieser Geschichte zugeschrieben. Er erzählte vieles, was es schon zu seiner Zeit nicht mehr gab. Zum Beispiel die mit Eberzähnen besetzten Helme und die Art der Verwendung von Streitwägen stammten aus einer lange vergangenen Epoche. Darum wird er sich wohl auf alte schriftliche und mündliche Überlieferungen gestützt haben.
Wer den vollen Text lesen will, kann auch im Projekt Gutenberg die Übersetzung von Heinrich Voß heranziehen.
Die Personen
Damit man nicht die Übersicht verliert, hier die Hauptpersonen:
(noch in Arbeit)
- Götter
- Zeus: Göttervater, der nicht ganz unumschränkte Herrscher auf dem Olymp.
- Hera: Ehefrau des Zeus und Göttin des Haushalts.
- Aphrodite: Die Göttin der Liebe
- Apollon: Gott der Weisheit und der Wissenschaft.
- Athene: Tochter des Zeus, kriegerisch und weise
- Thetis: Meeresgöttin
- Ares: Kriegsgott
- Griechen
- Menelaos: Sohn des Atreus, König der Spartaner.
- Helena: Frau des Menelaos, entführt von Paris
- Agamemnon: König der Mykener.
- Idomeneus: Herrscher von Kreta.
- Achilles: Sohn der Thetis, Halbgott, unverletzlich bis auf seine Ferse.
- Ajax der Telamonide:
- Nestor: König von Pylos (Südwest-Peloponnes)
- Odysseus: König von der Insel Ithaka, auch gennant "Der Listenreiche"
- Chryses: Apollon-Priester aus Theben
- Diomedes:
- Trojaner
- Priamos: König der Trojaner
- Paris/Alexandros: Unheilbringender Sohn des Priamos
- Hektor: Sohn des Priamos
- Kassandra: Tochter des Priamos, Hellseherin im Dienste des Apollon
- Pandaros: Lykier
- Äneias:
- Glaukos: Sohn des Belophontes, ein Lykier.
Die folgenden nummerierten Kapitel entsprechen den Gesängen der Ilias. Die Überschriften sind meine Erfindung.
1 Der Streit
Der alte Greis Chryses, ein Priester des Gottes Apollon ging in vollem Priesterornat zu König Agamemnon und verlangte die Herausgabe seiner Tochter. Sie war die Beute Agamemnons nach der Eroberung der Stadt Theben. Chryses versprach, die Griechen würden dafür dann auch in Troja siegen. Agamemnon wollte sie behalten, schmiss Chryses heraus und drohte ihm, er solle sich nicht noch einmal blicken lassen. Chryses war sauer und flehte zu seinem Boss, Gott Apollon, dass er die Griechen dafür bestrafen solle. Sofort machte sich Apollon auf und verbreitete Seuchen, die erst die Tiere und dann die Menschen töteten. Das ging so neun Tage lang.
Die Göttin Hera konnte es nicht länger mit ansehen und sie gab Achilles ein, dass er etwas tun sollte. Es wurde eine Versammlung einberufen und Achilles forderte Agamemnon auf, herauszufinden wie man Apollon beruhigen kann. Der Seher Kalchas bat erst Achilles ihn vor dem Zorn des Herrschers zu schützen und sagte dann, dass die Tochter des Chryses heraus gegeben werden müsste. Agamemnon wurde wütend, wollte die Tochter behalten und sagte, wenn er sie freigebe, will er auch etwas dafür haben. Achilles meinte sie hätten nichts, aber wenn Troja fiele, würden sie ihm gerne etwas dafür geben. Agamemnon verlangte als Ersatz sollte ihm einer, egal ob Achilles, Ajax oder Odysseus seine Ehrenfrau als Ersatz geben und notfalls würde er sie sich holen. Jetzt war Achilles sauer, meinte er hätte von diesem blöden Krieg sowieso nichts, ist nur aus Hilfsbereitschaft mitbekommen und geht jetzt nach Hause. Bäh. "Geh nur", meinte Agamemnon, "ich werde nicht betteln, dass du bleibst und hole mir deine Frau als Erste."
Als Achilles schon das Schwert ziehen will, steigt Athene herab und sagt ihm, dass solle er doch bitte bleiben lassen und nachgeben. Jetzt griff Nestor ein und sagte sie sollen sich hier vor Troja gefälligst zusammen reißen. Agamemnon blieb starrsinnig und holte sich die Ehrenfrau von Achilles. Der Gott Apollon wird mit der Rückgabe von Chryses und Tieropfern besänftigt und die Seuchen werden von Apollon gestoppt.
Achilles klagt sein Leid seiner Mutter, der Meeresgöttin Thetis. Thetis begiebt sich zu Zeus und bittet ihn die Griechen am Sieg in Troja zu hindern, bis Achilles Entehrung wiedergutgemacht ist. Zeus bewilligt ihr dies.
2 Die Täuschung
Zeus schickt Agamemnon einen täuschenden Traum, in dem er ihm weis macht, er solle jetzt Troja angreifen und würde siegen. Am Morgen teilt er den Anführern seinen Traum mit und sagt, er würde Volk sagen, sie sollten nach Hause segeln und die Anführer sollten Sie dann wieder überreden dort zu bleiben.
Agamemnon redete zum Volk und sagte ihnen, sie würden jetzt abziehen. Das Volk stürzte zu den Schiffe. Das sahen Hera und Athene und schossen vom Olymp herab, um das Volk an der Abfahrt zu hindern. Von ihnen unterstützt begeisterten Nestor und Odysseus das Volk nach neun Jahren des Kampfes wieder für die kommende Schlacht und Agamemnon sprach zum Abschluss.
Nun stürmen die Griechen los. Die Göttin Iris wird von Zeus zur Versammlung der Troer geschickt und warnt sie vor dem Ansturm der Griechen. Sie rät auch zu einem Ausfall. Unter der Führung von Hektor und der Herrscher der anderen Stämme, die Troja unterstützen rücken die Troer aus.
3 Paris und Menelaos
Die Troer machen einen Ausfall aus der Stadt unter der Führung des Helden Paris, der hier seltsamerweise Alexandros genannt wird. Aber Paris flieht, als er dem kräftigen Menelaos gegenüber steht und die Griechen lachen ihn als Maulhelden aus. Um seinen Ruf zu retten, schlägt Paris nun einen Zweikampf um die schöne Helena vor, der den Krieg entscheiden soll. Menelaos nimmt an. Helena steigt auf einen Turm, um dem Kampf zuzusehen. Das Los wird gezogen und Paris darf zuerst den Speer schleudern, richtet aber nichts aus. Nun ist Menelaos an der Reihe, verfehlt aber Paris um Haaresbreite. Menelaos zückt das Schwert, aber es zerbricht am Helm des Paris. Dann stürzt sich Menelaos mit nackten Händen auf Paris, doch die Göttin Aphrodite rettet Paris und bringt das Bübchen nach Hause. Sie zwingt sogar noch Helena mit wilden Drohungen, sich zu Paris zu legen. Damit hatte Menelaos jetzt gewonnen, Krieg erledigt, Helena zieht mit den Griechen nach Hause, aus, vorbei.
4 Die Intrigen der Götter
Die Götter setzen sich im Olymp gemütlich zusammen und beraten, wie es weitergehen soll. Zeus will, dass es endlich jetzt vorbei ist und die Griechen mit Helena nach Hause gehen. Athene und Hera protestieren aber, sie sind schließlich genauso Götter wie Zeus und er kann ihnen doch nicht jeden Spaß verderben. Sie wollen, dass der Krieg bis zur Zerstörung von Troja fortgesetzt wird. Zeus gefällt diese Idee überhaupt nicht, aber er seufzt tief und lässt Hera ihren Willen.
Athene wird losgeschickt und sie überredet den mit Troja verbündeten Lykier Pandaros einen Pfeil auf Menelaos abzuschießen. Dann lenkt Athene den Pfeil so, dass Menelaos nur einen gut blutenden Kratzer abbekommt, aber die Griechen sind jetzt stinksauer. Griechen und Trojaner stürmen aufeinander ein und ein riesiges Gemetzel läuft ab.
5 Diomedes gegen die Götter
Das Gemetzel geht weiter. Der Grieche Diomedes tut sich dabei besonders hervor und wird von Pandaros mit einem Pfeil an der Schulter verwundet. Doch Athene lindert Diomedes Verwundung und er mäht alles nieder, was ihm über den Weg läuft.
Als Pandaros sieht, dass sein Pfeil nichts ausgerichtet hat, will er erst den Kampf aufgeben und nach sich schmollend nach Hause, nach Lykien zurückziehen - er hätte es tun sollen! Er lässt sich aber von Äneias überreden, gegen Diomedes zu kämpfen und beide zusammen fahren mit dem Streitwagen los. Pandaros geworfener Speer verfehlt Diomedes, er ist schließlich auf Bogenschießen spezialisiert. Doch Diomedes Speer durchbohrt von Athene gelenkt den Kopf von Pandaros - nichts ist mehr mit nach Hause fahren.
Äneias kann jetzt nicht einfach wieder abhauen. Er stürzt mit dem Speer los, wird aber von Diomedes mit einem schweren Stein an der Hüfte getroffen - die Hüfte ist zerschmettert und er fällt jammernd um. Diomedes will die Arbeit zuende führen, aber bevor er Äneias den Garaus machen kann, will Aphrodite ihn wegtragen - darin hat sie ja nun Übung (siehe oben). Doch Diomedes lässt sich von einer lächerlichen Göttin nicht einfach seine Beute abjagen! Er stürzt sich auf Aphrodite und durchbohrt ihre Hand, sodass Sie Äneias fallen lassen muss. Das göttliche Blut tropft, sie ist erst verblüfft, fängt dann an zu heulen und flüchtet zum Olymp um sich zu beschweren. Aber Zeus antwortet ihr, sie soll lieber Heiraten vermitteln, anstatt sich in Kriege einzumischen.
Nun versucht Apollon den Äneias zu schützen. Diomedes stürzt sich erst auch auf Apollon, wird aber von Apollon gewarnt, dass es ihm schlecht bekommen wird, gegen die Götter zu kämpfen. Apollon trägt Äneias nach Pergamon, wo er von Leto und Artemis gepflegt wird. Apollon hetzt nun den Kriegsgott Ares gegen die Griechen auf, weil Diomedes gegen die Götter kämpft. Äneias wird geheilt und ist stärker als je zuvor. Er stürzt sich wieder ins Kampfgetümmel und mäht nun seinerseits die Griechen nieder.
Ares kämpft nun auf Seiten der Trojaner und die Griechen müssen zurückweichen. Da mischen sich Hera und Athene mit Erlaubnis von Zeus ein. Hera holt den Wagen und beide Düsen Richtung Troja. Als Ares gerade auch Diomedes mit seinem Speer erstechen will, schützt Athene Diomedes und lenkt dann Diomedes Speer in den Bauch von Ares.
Hier eine Kostprobe aus dem Original in der etwas altertümlichen Übersetzung von Johann Heinrich Voss:
Als nun der mordende Ares ersah Diomedes den Edlen; Ließ er Periphas schnell, den Gewaltigen, dort in dem Staube Liegen, allwo er zuerst des Erschlagenen Seele geraubet; Eilte dann grade daher auf den riesigen Held Diomedes. Als sie nunmehr sich genaht, die Eilenden gegeneinander, Vor dann streckte der Gott sich über das Joch und die Zügel Mit erzblinkender Lanz', in Begier ihm die Seele zu rauben. Doch mit der Hand sie ergreifend, die Herrscherin Pallas Athene Stieß sie hinweg vom Sessel, daß nichtiges Schwungs sie vorbeiflog.
Jetzo erhub sich auch jener, der Rufer im Streit Diomedes. Mit erzblinkender Lanz' und es drängte sie Pallas Athene Gegen die Weiche des Bauchs, wo die eherne Binde sich anschloß. Dorthin traf und zerriß ihm die schöne Haut Diomedes, Zog darin die Lanze zurück. Da brüllte der eherne Ares, Wie wenn zugleich neuntausend daherschrien, ja zehntausend Rüstige Männer im Streit, zu schrecklichem Kampf sich begegnend. Rings nun erbebte das Volk der Troer umher und Achaier, Voll von Angst: so brüllte der rastlos wütende Ares.
Ares schießt in den Olymp hoch und jammert vor Zeus herum, beschwert sich über dessen Tochter Athene und über Diomedes und dass Zeus nichts dagegen tut. Zeus lässt Ares eiskalt abblitzen, aber lässt wenigstens seine Wunde heilen.
6 Hektor beim Hausbesuch
Weiter wogt die Schlacht hin und her und die Griechen kommen in den Vorteil. Agamemnon ermahnt Diomedes keinen Troer zu verschonen und sei es auch ein Kind im Bauch der Mitter. Diomedes trifft den Lykier Glaukos, einen alten Freund seiner Familie, der auf der Seite der Trojaner kämpft und wechselt als Zeichen der Freundschaft mit ihm die Rüstung.
Hektor wird losgeschickt, um die troischen Frauen aufzufordern durch Opferversprechen Athene um Hilfe gegen Diomedes und für die troischen Frauen und Kinder zu bitten. Dann zieht Hektor weiter in den Palast und staucht Paris zusammen, weil er dort noch immer herumlümmelt anstatt mit den anderen Troern zu kämpfen. Paris verspricht gleich herauszukommen, er muss sich nur noch umziehen. Hektor lehnt das von Helena angebotene Plauderstündchen ab und geht zu seinem Haus, trifft aber seine Frau Andromache nicht an. Er findet sie auf dem Turm und sie versucht ihn zu überreden zu Hause zu bleiben. Aber nichts da, ihn halten weder Frau noch Kind und auf dem Weg aus der Stadt trifft er auch den gerüsteten Paris.
7 Noch ein Zweikampf
Aufgemuntert durch Hektor und Paris, wendet sich das Blatt wieder zugunsten der Trojaner. Athene und Apollon setzen sich auf eine Buche und einigen sich, dass die Schlacht ruhen soll. Hektor soll gegen einen Griechen zur Entscheidung des Krieges kämpfen. Hektor fordert also die Griechen heraus und bei denen entsteht peinliches Schweigen bis Menelaos die griechische Schande nicht mehr aushält und die Herausforderung annehmen will, aber Agamemnon überredet ihn es besser bleiben zu lassen. Nestor entschuldigt sich, er sei zu alt für so etwas, aber er kann neun Leute motivieren sich freiwillig zu melden. Es werden nun Lose unter den Neun gezogen und Ajax der Telamonier bekommt den Zuschlag, rüstet sich und stürmt los. Angesichts des Ajax bekommt es selbst Hektor etwas mit der Angst zu tun.
Nach einigem beiderseitigem Imponiergehabe schleudert Hektor seinen Speer gegen Ajax. Der Speer trifft den Schild von Ajax und bleibt stecken. Ajax schleudert seinen Speer. Der Speer durchschlägt den Schild des Hektor. Aber er prallt an der Rüstung Hektors ab. Gong! - Ende der ersten Runde. Beide nehmen ihre Speere zurück und rennen damit aufeinander zu. Wieder scheitert Hektors Speer am Schild des Ajax. Ajax durchlägt wieder Hektors Schild, zielt Richtung Hals und kann Hektor einen Kratzer am Hals beibringen. Gong! Auf in Runde drei. Jetzt wirft Hektor mit einem herumliegenden Stein und trifft donnernd Ajax Schild. Ajax hebt einen mühlsteingroßen Brocken und wirft ihn auf Hektor. Hektors Schild zerbricht entgültig, der Brocken trifft ihn am Knie und geht zu Boden, aber da, da greift Apollon ein und hilft Hektor auf die Beine - Schiebung!
Plötzlich tauchen zwei Boten des Zeus dazwischen und erklären den Kampf für den heutigen Tag für beendet, da die Nacht hereinbricht. Die beiden Kämpen tauschen noch Geschenke aus und Hektor schleicht sich davon, froh den Kampf lebend überstanden zu haben (man bedenke, dass diese Geschichte von den Griechen geschrieben wird!)
Die Griechen organisieren eine kleine Spontanfete und beschließen am nächsten Tag Feiertag zu machen, die Toten einzusammeln und einzuäschern. Dann wollen Sie eine Mauer um ihre Schiffe bauen, um sich vor Angrifen der Trojaner zu schützen.
Die Trojaner versammeln sich auch. Antenor rät, Schluss zu machen und den Griechen zu geben, was der Griechen ist. Bübchen Alexandros will "seine" Helena aber nicht herausrücken, höchstens die geklauten Schätze zurückgeben.
Ein Bote der Trojaner verkündet dies den Griechen, aber die lehnen dankend ab, denn das die Trojaner solche Angebote machen kann ja nur bedeuten, dass sie Angst haben zu verlieren.
Beide seiten sammeln den nächsten Tag ihre Toten ein. Die Griechen bauen ihre Mauer, aber die Götter, insbesondere auch Zeus, sind tief beleidigt weil ihnen für das Gelingen kein Opfer dargebracht wird. Abends trifft noch eine Ladung Wein ein und die Griechen feiern mit Ochs und Wein. Alles schläft dann freidlich, nur Zeus wälzt sich unruhig hin und her und denkt nach, wie er die Griechen für ihre Unachtsamkeit piesacken kann.
8 Götterdämmerung
Zeus ruft eine Götterversammlung ein, gibt Anweisung, dass sich die anderen Götter aus dem Kampf jetzt heraus halten sollen und droht jeden mit Vernichtung, der aus der Reihe tanzt. Dann nimmt er sich einen Wagen und setzt sich auf einen Logenplatz auf dem Berg Ida, um den dummen kleinen Menschlein zuzusehen.
Nach dem Früstück fallen Trojaner und Griechen wieder übereinander her. Da greift Zeus ein und donnert und blitzt auf die Griechen nieder, dass alle sich schnellstens verdrücken. Alle? Nicht alle! Alexandros hat das Pferd von Nestor in den Kopf geschossen und der kann nun nicht weg, sondern liegt im Dreck. Hektor will die günstige Gelegenheit nutzen und dem alten Herrn die Kehle durchschneiden, doch der gute Diomedes zieht ihn auf seinen Wagen und sie stürmen gemeinsam auf Hektor zu bis der Blitz des Zeus vor ihnen einschlägt und sie erkennen, dass Zeus heute nicht mit ihnen ist und sie Richtung Schiffe sich zurückziehen.
Hektor hat begriffen, dass sie heute Zeus an ihrer Seite haben und befiehlt den Sturm auf die Mauer der Griechen, um die Schiffe abzufackeln und die Griechen abzumurksen. Da machte Hera dem Agamemnon Mut und der flehte nun Zeus an, ihn nicht einfach abzumurksen, weil er ihm doch immer geopfert hatte. Zeus hat erst ein Einsehen, lässt dann aber doch die Trojaner bis zur Mauer vordringen. Da versuchen Hera und Athene mit einem Wagen den Trojanern zu Hilfe zu kommen, aber Zeus stoppt sie aus und sie kehren in den Olymp zurück. Dorthin kommt auch Zeus und hält eine Standpauke.
Es wird Nacht und Hektor versammelt seine Leute. Sie bleiben die Nacht über vor den Toren Trojas, damit die Griechen sich nicht heimlich verdrücken können.
9 Versöhnungsversuch mit Achilles
Agamemnon ruft eine Versammlung ein. Er hat die Hose voll und will nach Hause fliehen, weil Zeus ihn nicht mehr lieb hat. Diomedes sagt zu ihm, er kann ja gehen, aber die anderen bleiben. Nestor hat die prima Idee, dann kann Agamemnon ja alle einladen und sie futtern seine Vorräte auf - gesagt, getan. Als alle pappvoll und abgefüllt sind, rät Nestor, dass Agamemnon den Achilles besänftigen soll. Agamemnon sieht seinen Fehler ein, will Briseis zurückgeben und legt noch diverse Schätze, eine seiner Töchter und sieben Städte drauf.
Eine Abordnung fleht Poseidon um Hilfe an und geht zu Achilles. Achilles läd alle zu Wein und Schschlik ein. Danach schildert Odysseus ihre verzweifelte Lage in farbigen Worten, zählt die Versöhnungsgaben des Agamemnon auf und bittet ihn auch um der gesamten Griechen willen seinen Zorn zu begraben. Aber Achilles hatte viel Zeit zum nachdenken. Er hat genug Kriege geführt, genug Beute gemacht und gedankt wird es einem doch nicht. Er misstraut Agamemnon und fährt morgen nach Hause. Ihm ist auch von seiner göttlichen Mutter Thetis geweissagt worden , dass er entweder vor Troja sterben und ewigen Ruhm erlangen kann oder nach Hause fährt, seinen Ruhm verliert und lange lebt. Sein Ziehvater Phoenix redet ihm zu, dass selbst die Götter einen Frevel vergeben und erzählt ihm eine lehrreiche Geschichte. Achilles antwortet ausweichend. Ajax beklagt sich auch noch über seine Starrsinnigkeit und Achilles deutet an, dass er hilft, wenn es zum äußersten kommt.
Die Delegation überbringt die Nachricht an Agamemnon und alle gehen zu Bett.
10 Kundschafter
Agamemnon kann nicht einschlafen und brütet, wie er die Griechen retten kann, wo Zeus doch nun den Trojanern zur Seite steht. Nach und nach werden die Führer der Griechen zusammen geholt. Nestor sucht einen Freiwilligen als Kundschafter gegen großen Lohn. Diomedes und Odysseus melden sich, sie flehen Athene um Hilfe an und ziehen los.
Hektor hat dieselbe Idee und Dolon meldet sich. Hektor schwört bei Zeus, dass Dolon als Belohnung einen tollen Streitwagen bekommt. Aber Diomedes und Odysseus verfolgen Dolon und er gibt auf, als Diomedes einen Warn-Speer nach ihm wirft. Er plaudert auch gleich munter auf Nachfrage aus, dass die trojanischen Führer sich versammelt haben, dass das trojanische Lager unbewacht ist, wo welche Verbündeten lagern und insbesondere, das neu angekommene Thraker abseits der Anderen lagern. Diomedes nimmt es dankend zur Kenntnis und köpft Dolon.
Diomedes metzelt dreizehn Thraker inklusive König nieder und Odysseus klaut ihre Pferde. Dann rät Athene dem Diomedes, er solle sich besser aus dem Staub machen und beide kommen wohlbehalten wieder bei den Schiffen an.
Fortsetzung folgt |