Geschichte
Neolithikum PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Freitag, den 09. Oktober 2009 um 14:55 Uhr

China ist einerseits eine riesige fruchtbare Landmasse, die aber andererseits durch lebensfeindliche Gebirge und Wüsten von den anderen Kulturen Asiens getrennt ist. Bestimmt wird das Land durch die zwei großen Flusssysteme: Den Gelben Fluss oder Huang He und den Yang Tse Kiang

Es gibt noch immer chinesische Wissenschaftler, die meinen, dass sich der Chinese direkt aus dem Homo Erectus entwickelt hat und nicht aus Homo Sapiens, die aus Afrika bis hierher gewandert sind. Nach Auffassung der westlichen Wissenschaft ist dies jedoch ein typischer chinesischer Mythos. Der Homo Sapiens ist vor etwa 100.000 Jahren in China eingewandert.

Um 5000 v.Chr. haben sich neolithische Kulturen entwickelt, die Ackerbau betrieben, Mit Ton töpferten und Stoffe webten. In China wurde auch das Schwein und der Hund gehalten und um 3000 v.Chr. kamen Schafe, Rinder und Wasserbüffel hinzu. China wird eingeteilt in eine nördliche, kühlere Zone, in der Hirse angebaut wurde und eine südliche, feuchtwarme Zone, in der der Reisanbau vorherrschte.

Im Norden, im Bereich des Huang He gab es sehr fruchtbaren leicht bebaubaren Löss-Boden. Die Töpferwaren waren etwas grob und unverziert. Hier entwickelte sich die Longshan-Kultur, die sich bald weit in alle Richtungen ausbreitete. Bei Shandong brachte die Kultur sehr feine Keramik hervor, die teils eckig und teils auf der schnelldrehenden Töpferscheibe hergestellt war.

Im Yang-Tsi-Tal wurden Reis, Lotus und Wassernüsse angebaut. Die Hemudu-Kultur südlich von Shanghai baute Pfahlhäuser und stellte Lackschüsseln und polierte Keramik her, in die die Menschen geometrische Muster ritzten.

In den westlichen Gebieten, um die Provinzen Shangxi und Gansu entwickelte die Yangshao-Kultur 5000v.Chr.-3000 v.Chr. bemalte Keramik. Der ausgegrabene Ort Banpo in Xian ist ein Beispiel für diese Kultur. Die Keramik wurde bei sehr hohen Temperaturen von 1000 bis 1500 Grad gebrannt.

Im Osten waren stattdessen die Gefäßformen vielfältiger mit dreibeinigen Töpfen und in einigen mit Siebboden und Deckel meint man sogar einen Dampfkochtopf zu erkennen. In Gräbern der Liangzhu-Kultur bei Shanghai fand man kostbaren Schmuck aus Jade, der wohl einem Priester gehört hat.

Nach 3000 v.Chr. verbreiteten sich die kulturellen Errungenschaften über ganz China. Es gab erste Ansätze von Metallverarbeitung und es wurden mit Wällen befestigte Dörfer gebaut. Man kann also schließen, dass die Zeiten nicht freidlich waren.

Doch fast ohne Vorbereitung erfand man am Unterlauf des Huang He die Herstellung von Bronze. In Ihrer Bearbeitung, beonders im Gießen von Bronze, entwickelt man Fertigkeiten, die auf der Welt einmalig sind.

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 10. Oktober 2009 um 12:00 Uhr
 
Xia-Dynastie PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Freitag, den 09. Oktober 2009 um 15:11 Uhr

Die Xia-Dynastie galt lange Zeit als Mythos. Doch inzwischen hat man mehrere Fundstätten in der Provinz Henan entdeckt, die ihre Existenz belegen. Da die Xia jedoch über keine Schrift verfügten, wissen wir fast nichts über Sie.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 10. Oktober 2009 um 12:01 Uhr
 
Shang-Dynastie (1557-1030 v.Chr.) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Freitag, den 09. Oktober 2009 um 15:03 Uhr

Die Shang-Dynastie beherrschte nur einen Teil Chinas in den Provinzen Henan, Anhui, Shandong, Hebai und Shaanxi. Die Hauptstadt der Shang-Dynastie wurde mehrmals verlegt. Über zwei Jahrhunderte lang war die Hauptstadt Anyang, 500km südlich von Beijing. Man hat dort gewaltige Gräber gefunden mit reichen Beigaben und geopferten Tieren. Auch die engsten Diener und Konkubinen des Herrschers mussten ihm ins Grab folgen.

Die Kultur der Shang war hoch entwickelt. Sie stellten vielgestaltige kunstvolle Bronze-Gefäße für kultische Zwecke her und baute technisch hervorragende Häuser. Es gab bereits eine ausgefeilte Schrift mit 5000 zu einem großen Teil noch heute lesbaren Schriftzeichen und zwei Zahlensysteme. Um 1200 v.Chr. wurden Wagen mit großen vielspeichigen Rädern eingeführt, die von zwei bis vier Pferden gezogen wurden.

Krieg war ein Teil dieser Gesellschaft. Es wurden Reflexbögen und Waffen aus Bronze hergestellt und Armeen mit bis zu 5000 Mann ausgeschickt. DIe Städte wurden stark befestigt.

Es wurde der Gott Shang Di und die Ahnen verehrt. Daneben gab es noch die Verehrung der heiligen Berge, der Mütter des Westens und Ostens, der Götter der Himmelsrichtungen und von Flußgöttern. Man stellte Orakel, indem man Schriftzeichen auf Schildkrötenpanzer oder Rinderschulterknochen ritzte, diese ins Feuer warf und aus den entstandenen Rissen die Zukunft las. Kaum eine Unternehmung wurde begonnen und kaum eine Entscheidung getroffen, ohne dass vorher das Knochenorakel befragt wurde.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 10. Oktober 2009 um 12:01 Uhr
 
Zhou-Dynastie (1122-471 v.Chr.) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Freitag, den 09. Oktober 2009 um 15:15 Uhr

Der Staat Zhou hatte besondere Fähigkeiten in der Zucht und Verwendung der Pferde erworben. Als der König von Shang gerade mit einem anderen Krieg beschäftigt war, marschierte Wen von Zhou ein. Während des Feldzugs starb er und wurde durch König Wu ersetzt. Sie schlugen die Armee der Shang, köpften König Zhouxin vin Shang und pübernahmen das Land.

In den folgenden Jahrhunderten wird von Kriegen berichtet, die den Staat Zhou in alle Richtungen ausdehnten.

Der Herrscher von Zhou nannte sich Himmelssohn und war vom Gott Shang Di auserwählt und konnte allein ihm opfern. Dem Himmelssohn unterstanden die Herren der Fürstentümer. Mit der Zeit gewannen die Fürstentümer an Macht und Größe.

Die Zhou wurden langsam schwächer und verlegten Ihre Hauptstadt nach Chengzhou beim heutigen Luoyang. Damit etwa beginnt die Frühlings- und Herbstzeit (Chunqiu) der Analen von Lu. DIese erzählen von vielen Auseinandersetzungen der Fürstentümer, bei denen die Herrscher der Zhou keine große Rolle mehr spielten.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 10. Oktober 2009 um 12:26 Uhr
 
Die streitenden Reiche (471-221 v.Chr.) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Freitag, den 09. Oktober 2009 um 15:02 Uhr

In der Zeit der steitenden Reiche ist China in mehrere selbständige Reiche aufgesplittert. Die Reiche hatten Grenzen, die sich in vielen unerbittlichen Kriegen ständig änderten. Mit immer neuen Taktiken und Waffen, wie zum Beispiel Armbrüsten trugen Heere mit hunderttausenden von Soldaten unter großen Opfern an Menschenleben die Kämpfe aus. Große Bedeutung erlangten Reiterheere und gut gedrillte Fußsoldaten.

Zur Befestigung der Grenzen wurden überall im Land große Mauern gebaut. Um mehr Menschen anzusiedeln wurden Sümpfe trocken gelegt und trockene Landstriche mit Kanälen bewässert. Zur Förderung des Handels wurde Münzgeld eingeführt. Ab dem 7. Jahrhundert wurde Eisen abgebaut und verarbeitet.

Gegen Ende dieser Zeit bildeten sich die größeren Staaten wie Jin, Qi, Shu und Qin. Die Staaten begannen den Adel zurück zu drängen und stattdessen den Staat mit Hilfe von Beamten zu verwalten. In dieser unsicheren Zeit entstanden aus der "Zeit der Hundert Schulen" auch die großen Philosophien Chinas wie der Konfuzianismus und der Taoismus.

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 10. Oktober 2009 um 12:02 Uhr
 
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