Azteken
Geschichte der Azteken PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Sonntag, den 18. Oktober 2009 um 16:27 Uhr

Als die Spanier in Mexiko ankamen wohnten die Azteken in der Stadt Tenochtitlan auf einer zum Teil künstlichen Insel im Texcoco-See.

Nach den Mythen der Azteken sind sie aus der Stadt Aztlan dorthin eingewandert. Tatsächlich weist ihre Variante der Nahuatl-Sprache auf eine Herkunft aus dem Nordwesten Mexikos hin. Die Stadt Aztlan lässt sich jedoch nicht mit einer realen Stadt identifizieren. Auch der Zeitpunkt des Begiins ihrer Wanderung lässt sich nicht feststellen.

tal_von_mexico Tal von Mexico mit See

Im Mythos beginnen sie ihre Wanderung zusammen mit Bewohnern umliegender Städte, setzen aie dann aber auf Anweisung ihres Gottes Huitzilopochtli allein fort. Ihr Gott wies die Azteken auch an, sie sollten sich ab sofort Mexica nennen,. Dies ist der Ursprung des Namens des Staates Mexiko. An jedem Ort bleiben Sie einige jahre bevor sie wieder weiterziehen. So kommen sie nach langer Zeit zur Stadt Tollan, dem heute als Tula bezeichneten Ort und berichten von der großartigen Zivilisation dort. Allerdings lag die Stadt nach archäologischen Erkenntnissen zu dem Zeitpunkt zu dem sie dort gewesen sein wollen bereits in Ruinen und diese Ruinen widersprechen auch ihren Schilderungen.

Der nächste Ort, wo sie sich nach langsamer Wanderung (durchschnittlich 1km pro Jahr) niederließen, war der Felsen Chapultepec (heute ein schöner Park, überragt vom Schloß Kaiser Maximilian). Hier sollen Sie im 13. Jahrhundert angekommen sein. Sie mussten wohl deshalb hier bleiben, weil ansonsten schon jeder Siedlungsplatz von mächtigen Völkern am Texcoco-See besetzt war. Die Azteken hatteneinen Krieg mit Colhuacan, bei dem sie unterlagen und sich unterwarfen. Colhuacan wies Ihnen einige Schilfinseln am westlichen Seerand als Siedlungsplatz zu. Sie führten einen erfolgreichen Krieg gegen Xochimilco, wodurch sie den Colhuacanern zu gefährlich erschienen und sie wurden wieder vertrieben von ihrem Siedlungsplatz.

Schließlich fanden sie einen unbesetzten Platz mit einer sprudelnden Quelle und gründeten an diesem einsamen Platz ihre Hauptstadt. Der Mythos erzählt, dass sie dort die Zeichen gefunden haben, die Huizilopochtli ihnen geweissagt hatte: Weiße Tiere und einen riesigen Kaktus mit einem große Adlernest darauf. Dieser Kaktus mit dem Adler ist heute Teil der Nationalflagge Mexikos. Archäologische Befunde zeigen allerdings, das der Platz bereits besiedelt war, als die Azteken dort ankamen. Der Zeitpunkt ist strittig. Die Azteken redeten von 1166, aber ein Jahr zwischen 1320 und 1350 erscheint nach archäologischen Erkenntnissen wahrscheinlich.

Man richtete Chinampas ein, diesogenannten schwimmenden Inseln, wie sie am ganzen See verbreitet sind. Dies sind künstliche Inseln auf denen Gemüse und Mais angebaut werden kann. Sie waren an Kriegszügen beteiligt gegen verschiedene Völker unter der Oberherschaft der Tepaneken.

Es wird den Azteken zu eng auf ihrer kleinen Insel und nach einem Streit um Land gründet eine Gruppe auf einer Insel mit einem Erdhügel im Jahr 1358 die Stadt Tlatelolco. Die beiden Städte sind sowohl sich ergänzende Partner als auch Konkurrenten. Tenochtitlan ist die kriegerische Stadt, die die Eroberungszüge organisiert und Tlatelolco ist die Handelsstadt. Entgegen der offiziellen Version kann die Stadt schon um 1250 mit Siedlern aus Tenayuca bestanden haben. Nach neuesten Erkenntnissen steckt unter der untersten Pyramide noch eine weitere.

Über die Regierung ist längere Zeit nichts bekannt, aber schließlich entsteht eine Art erbliches Königtum mit dem Tlatoani an der Spitze. Die Azteken sind ein besonders kriegerisches Volk, das seinem Stammes- und Kriegsgott Huitzilopochtli folgt. Bei den Eroberungskriegen geht es jedoch nicht darum, die unterworfenen Völker im Sinne eines geeinten Königreichs zu beherrschen, sondern diese sind verpflichtet, Tribute in Form von Lebensmitteln und Rohstoffen nach Tenochtitlan zu liefern. Eine weitere wichtige permanente Aufgabe der Kriege war es, genügend Kriegsgefangene für die notwendigen Menschenopferungen herbeizuschaffen.

Das Weitere soll nun als eine Geschichte der Herrscher geschildert werden.

Herscherliste

1371-1391
Acamapichtli
Er ist der Sohn eines aztekischen Adligen und einer Frau aus Colhuacan. Da Colhuacan die Stadt sein soll, in der sich sich die Bewohner aus Tollan niedergelassen haben als sie ihre Stadt verließen, kann das Herscherhaus damit seine Herkunft teilweise von den Tolteken herleiten. Im Auftrag der Teaneken führt er viele Kriegen gegen andere Staaten im Becken von Mexiko City.
1391-1415
Huitzilihuitl
Er baute Tenochtitlan aus und erreichte ein gutes Verhältnis zu den Tepaneken. Seine aus Tepan stammende Frau starb nach Geburt ihres einzigen Sohnes Chimalpopoca. Zusammen mit den Tepaneken eroberte er die bedeutenden Reiche Xaltocan (1395) und Cuauhtincan (1398). Der Kampf gegen die Chalco zog sich über viele Jahzehnte bis sie 1411 entgültig besiegt wurden.
1415-1427
Chimalpopoca
Chimalpopoca wurde einstimmig vom Volk gewählt. Er führte den von den Tepaneken zusammen mit seinem seinem Vater begonnenen Krieg gegen das bedeutende Texcoco fort, das 1418 von den Tepaneken entgültig unterworfen wurden. Die Vasallenschaft zu den Tepaneken entwickelte sich immer mehr zu einer Partnerschaft.
1427-1440
Itzcoatl
Er lies die bisherigen schriftlichen Aufzeichnungen verbrennen, um die Geschichte neu zu schreiben. Da die Tepaneken nach dem Tot ihres großen langzeitigen Herrschers Tezozómov ihre Macht verloren hatten, griffen die Azteken die anderen Städte im südlichen Bereich des Sees an und unterwarfen sie.
1440-1471
Motecuzoma I.
Motecuzoma war der Neffe Itzcoatls. Er führte Krieg gegen den Stadstaat Chalco und dehnte den Einflußbereich der Azteken bis an den Golf aus. Gegegn die umliegenden Städte wurden "Blumenkriege" geführt, die nur das dienten gegenseitig sich zu genügend Gefangene für die Menschenopfer zu bekommen. Naturkatastrophen suchten das Land heim: 1446 eine Heuschreckenplage und 1449 eine Überschwemmung, der vier Jahre Dürre folgten.
1471-1482
Axayacatl
Da der vorgesehene Thronfolger vorzeitig verstarb wurde der 19-jährige Axayacatl auf den Tron gesetzt. 1473 unterwarfen die Atzteken ihre Partnerstatadt Tlateloco.
1482-1486
Tizoc
Tizoc beginnt den Ausbau des Haupttempels in Tenochtitlan. Toluca wurde in einer listenreichen Shclacht vernichtend geschlagen. Der Krieg gegen die wilden Tarasken endete jedoch in einer Niederlage. Zum Ende seiner Refierung lebte er zurückgezogen in seinem Palast.
1486-1502
Ahuitzotl
In einer Zeit der Unruhe entschieden die Mexica sich für den jüngeren Bruder Tizocs als neuen Tlatoani. Nach einem Kriegszug mit der erneuten Unterwerfung vieler abtrünnig gewordener Städte in der Umgebung Tenochtitlans wurde er entgültig gekrönt. Zur EInweihung der neuesten Baustufe des Tempels erschienen Herrscher aller umliegenden Völker. NAch Aussagen der Mexika sollen angeblich 80400 Menschen zu diesem Fest geopfert worden sein, eine nicht glaubhafte Anzahl. Ahuitzotl dehnte durch kriegerische Eroberungen das tributpflichtige Gebiet bis zur Pazifikküste aus und unterwarf einzelne Städte in Guatemala.
1502-1520
Motecuzoma II.
Mit Motecuzoma wurde ein Neffe von Ahuitzotl zum neuen Herrscher gewählt. Er unterdrückte andere STände im Reich auf dem Weg zu einer absoluten Herrschaft und verärgerte seine Vasallen durch überhöhte Tributforderungen für seine prachtvolle Lebensführung. Seine Kriege konzentrierten sich auf eine Konsoldierung des Herschaftsgebiets durch Füllung weißer Machtflecken.Der spanische Eroberer Fernando Cortez unterstützt von Hilfstruppen aus den unterjochten Völkern zwang ihn zu großen Tributzahlungen, sperrte ihn in seinem Palast ein. Schließlich wurde er von seinem Volk abgesetzt und sein Bruder Cuitláhuac zum neuen Tlatoani gewählt und Mocetuzoma wurde von seinen eigenen Leuten mit Steinen und Speeren getötet. (Mehr über die spanische Eroberung in einem anderen Artikel).
1520
Cuitlahuac II.
Cuitlahuac kämpfte heldenhaft gegen die SPanier. Schon nach achtzig Tagen starb er aber an den von den Spaniern eingeschlepten Pocken.
1521-1525
Cuauhtémoc
Cuathemoc verteidigte mutig Tenochtitlan gegen die SPanier, verlassen von allen Vasallen und Verbündeten. Als Tlatelolco fiel versuchte er mit einem Boot zu fliehen, wurde aber von den Spaniern gefangen. Er wurde gefoltert um aus ihm herauszupressen wo Gold zu bekommen ist.


Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 28. Oktober 2009 um 17:41 Uhr
 
Spanische Eroberung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 28. Oktober 2009 um 17:55 Uhr

Hernan Cortés war ein spanischer Kleinadliger. Der Gouverneur von Kuba wollte ihn nach Mittelamerika schicken, um dort Gold für die spanische Krone zu finden. Doch während Cortes unterwegs war um die Expedition vorzubereiten, wurden Intrigen gegen ihn gesponnen und der Gouverneur zog seinen Auftrag zurück. Da Cortes aber schon Leute und Schiffe gegen Kredit gekauft hatte, konnte e nicht mehr zurück und fuhr nun ohne Auftrag los.

In Tabaco wollten ihn die Einheimischen nicht an Land lassen um Wasser aufzunehmen. Deshalb kämpfte  er gegen sie, gewann und sie gaben ihm 20 Sklaven als Tribut. Unter diesen war Malinche, die seine Geliebte wurde und ihm als Dolmetscherin und Beraterin eine große Hilfe war.

Buchtipp:
Malinche: Die andere Geschichte der Eroberung Mexikos
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Am 21- April 1519 landete die Flotte von Cortes an der mexikanischen Küste. Er wurde mit wertvollen Gescheneken von den Azteken empfangen als der erwartete über das Meer aus Westen zurückgekehrte Quetzalcoatl.

Cortés gründete eine Kolonie und die Stadt Veracruz, schickte ein Schiff mit NAchricht an den spanischen König Carlos I. und vernichtete dann alle seine Schiffe, damit seine Truppen nicht mehr zurück konnten.

Der Herscher der Totonaken diente sich Cortés als Verbündeter an um sich von den Tributzahlungen an die Azteken zu befreien. Er versorgte ihn mit vielen Informationen über das aztekische Vasallenreich. Cortés brauchte nun jedoch eine Ruhepause, weil seine Männer erschöpft und teilweise bei den Kämpfen in Tabasco verwundet worden waren.

Am 16. August 1519 brach Cortés mit seinen Soldaten und in Begleitung der Totonaken richtung Tenochtitlan auf. Nach einigen Kämpfen mit den Tlaxcalteken verbündeten sich diese mit Cortés. Die Tlaxcalteken hatten sich bisher noch nie den Mexika unterworfen und lebten in ständigem Konflikt mit diesen. Die Tlaxcalteken stellten Cortés 2000 Mann zur Verfügung.

In Cholula lies Cortés ein Massaker unter der Bevölkerung anrichten, um diese nicht in seinem Rücken zu habe und die Tlaxcalteken plünderten die reiche Stadt.

Mocetuzoma empfing Cortés freundlich und brachte sie großzügig in einem Palast unter.

Die Mexika griffen Veracruz an und töteten mehrere SPanier dort. Daraufhin lockte Cortés den Herscher in sein Quartier und nahm ihn dort gefangen. Die mexikanischen Befehlshaber des Angriffs auf Veracruz lies Cortés öffentlich verbrennen. Mocetuzoma versuchte weiter sich mit den Spaniern zu einigen und gab Cortés seine Lieblingstochter zur Frau.

Der Gouverneur von Kuba schickte eine Truppe von 1200 Mann hinter den willürlich abgefahrenen Cortés hinterher. Deshalb brach Cortés auf, um seine Verfolger zu stellen. Während er mit ihnen kämpfte nahmen Krieger aus Texcoco 550 Leute des Trosses gefangen und opferten sie. Cortés überzeugte seine Verfolger gegen das Versprechen auf fette Beute sich ihm anzuschließen. So konnte Cortés mit 1200 Leuten zurück nach Tenochtitlan ziehen.

In Tenochtitlan hatten die Mexika den mit den Spaniern kolaborierenden Mocetuzoma abgesetzt und Cuitláhuac zum Herscher gewählt. Sie griffen die SPanier an. Cortés kam zu Hilfe. Unter ungeklärten Umständen starb im Laufe der Kämpfe Mocetuzoma. Cortés musste einsehen, dass er der Streitmacht der Mexika nicht gewachsen war. In der Nacht kämpfte er sich deshalb über die Dämme aus der Stadt heraus. Dabei verlor er einen Teil seiner Männer und auch das erbeutete Gold fiel in den See. Diese nacht ging als "Triste Noche" in die Geschichte ein.

Auf der Flucht wurde Cortés bei Otumba von einer großen Mexika-Streitmacht gestellt. Cortés lies im Laufe der Kämpfe gezielt den Anführer des Heeres töten. Daraufhin zog sich die führerlose Mexika-Armee zurück. Cortés erreichte mit dem Rest seiner Truppen Tlaxcala.

DIe von den SPaniern eingeschleppten Pocken wüteteten in Tenochtitlan und viele Menschen starben dort. Auch der Herscher der Mexika starb nach nur 80 Tagen Amtszeit. Die Mexika wählten nun Cuauthémoc zu ihrem Herrscher.

Nun begann der Wettbewerb um Verbündete. Die Mexika machten ihren Vasallen Versprechungen über verminderte Tribute oder schickte Strafexpeditionen gegen abgefallene Völker. Cortés versuchte die Städte gegen die Mexika aufzuwiegeln, denen sie tributpflichtig waren. Einige Städte folgten ihren Herren, viele versuchten abzuwarten und einige Städte schlossen sich Cortés an. Mit Hilfe der Tlaxcalteken besiegte Cortés einige Städte am Texcoco-See. Der an den Pocken sterbende Herscher von Chalco empfahl auf seinem Ttenbett seinen Untertanen Cortés zu folgen und nicht den Mexika. Auch Texcoco schloss sich nach einer Niederlage den Spaniern an.

Cortés lies Booe bauen und schloss damit Tenochtitlan ein. Auch die Wasserleitung in die Stadt am Chapultepec lies er zerstören. Der kampf auf dem Wasser zwischen Cortès Schiffen und den Kriegskanus der Mexika wogte täglich und die SPanier versuchten auch über die Dämme die Stadt zu erreichen und einzunehmen. Wenn sie ein Haus eroberten, rissen sie es ab. Die Hungersnot und der Durst in Tenochtitlan wurde immer größer und viele Einwohner starben an den Folgen. In Veracruz trafen gleichzeitig zufällig weitere Spanier ein, die sich in die Kämpfe einbrachten. Die Verbündeten der Azteken jeoch fielen immer mehr von ihnen ab.

Mit einer List lockte Cuathemoc die Spanier in die Stadt in einen Hinterhlt. so konnte er einige töten und 60 gefangennehmen. Cortés selbst konnte nur mit knapper Not unde durch die Aufopferung eines Freundes fliehen.

Doch schließlich musste Cuauthémoc sich nach Tlatelolco zurückziehen. Nach weiteren Kämpfen musste Cuauthemoc mit seiner Familie in Kanus über den See fliehen. Er wurde jedoch gestellt und gefangen genommen. Am 13. August 1521 war die zerstörte Stadt in den Händen der Spanier. Cortés befahl den Wideraufbau der Stadt und König Carlos I. ernannte Cortés zum Gouverneur. Obersten Richter und Generalkapitän von Neuspananien.



Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 28. Oktober 2009 um 23:52 Uhr
 
Aztekische Gesellschaft PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 28. Oktober 2009 um 10:10 Uhr

Die folgende Beschreibung stellt die aztekische Gesellschaft zur Zeit des Königstums dar.

Die aztekische Gesellschaft hatte an ihrer Spitze einen Herrscher, Tlatoani genannt. Er wurde aus mehreren in Frage kommenden Kandidaten vom Adel gewählt. Es handelte sich immer um einen Verwandten des vorherigen Herrschers, aber meistens nicht um einen Sohn, sondern oft den Bruder oder auch einen entfernten Neffen. Einmal gewählt hatte dieser Herscher große Macht, war aber auch von der Stimmung und den Wünschen des Adels abhängig.

Die Krönung lief in zwei Phasen ab. Erst wurde die Wahl bekannt gegeben, dann musste der frische Herrscher durch einen erfolgreichen Feldzug seine Stärke beweisen (dazu wählte er sich natürlich gerne nicht allzu starke Ggener). Danach wurde dann das offizielle Krönungsfest gefeiert, bei dem dann die Gefangenen des Feldzugs geopfert wurden.

Der mexikanische Königshof lebte in großer Pracht mit verschwenderischem Gebrauch an wertvollen exotischen Vogelfedern und kostbaren Steinen wie zum Beispiel Jade. Um diese Güter zu besorgen unternahmen die Azteken Kriegszüge und machten sich andere Völker tributpflichtig. Die normale Bevölkerung profitierte wirtschaftlich nur gering aus diesen Tributen.

Das mexikanische Reich war kein geeintes zentralistisch regiertes Reich, sondern ein System von selbständigen Stadtstaaten, die den Mexika tributpflichtig waren. Die betraf sowohl materielle Luxusgüter wie Federn, Edelsteine und Baumwollkleider als auch die Stellung von Kämpfern für Kriege. Verweigerte ein solcher Staat seine Zahlungen, so mussten die Mexika losziehen und den Staat durch einen Krieg wieder zurückzwingen. Besonders in der Spätzeit der Mexikaner wurden immer weiter entfernte isolierte Gebiete erobert und auch in der unmittelbaren Umgebung gabe es Stadtstaaten, die von den Mexika nie unterworfen wurde. Es wird aber angenmmen, das ohne das Eingreifen der Spanier die Mexika ihr Herrschaftsgebiet hätten stabilisieren können.

Die Mexikaner hatten ein großes Handelsnetz. Die Händler bereisten sowohl eroberte Gebiete wie auch freie Gebiete. Dabei dienten sie gleichzeitig auch als Spione des Herrschers. Nach ihrer Rückkehr nach Tenochtitlan berichteten sie dem Tlatoani von der Stimmung, der Stärke und den Plänen der Völker. Drohende Aufstände konnten damit schnell verhindert oder niedergeschlagen werden. Gleichzeitig bereiteten ihre Informationen künftige Eroberungen vor.

Die Mexikaner hatten zwei Kallender mit 260 und 365 Tagen Dauer. Die Neujahrstage beider Kallender fielen alle 52 Jahre zusammen. Diese Neujahrstage galten als entscheidendes Datum, denn zu einem solchen Zeitpunkt wird eines Tages die Welt von den Göttern vernichtet werden. Um die Götter milde zu stimmen und sie zu veranlassen die Welt bei dem aktuellen Neujahrstag noch nicht untergehen zu lassen, mussten die Götter besonders angebetet und ernährt werden. Menschenblut ist die Speise der Götter und deshalb waren Menschenopfer in großer Menge notwendig. Die zu opfernden Menschen waren in der Regel Kriegsgefangene. Es wurden auch Kriege nur aus dem Grund Gefangene für die Opferungen zu gewinnen inszeniert, die man dann Blumenkriege nannte.

Der zweitwichtigste Gott der Mexikaner war der Regengott Tlaloc, der auf der zentralen Pyramide eine  Tempel neben dem Stammesgott der Azteken, Huitzilopochtli hatte. Blieb der Regen für längere Zeit aus und wurden dadurch die Lebensmittel knapp, so musste dieser Gott freundlich gestimmt werden. Tlaloc bevorzugte dabei als Nahrung das Blut von Kindern.

Die Ernährung der Bevölkerung erfolgte durch den Anbau von Mais und diversen Gemüsen auf den sogenannten "schwimmenden Inseln" oder Chinampas. Dies waren kunstvoll im flachen Seewasser errichtete Inseln.

(Artikel wird fortgesetzt)

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 28. Oktober 2009 um 10:40 Uhr
 
Aztekische Mythen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Sonntag, den 18. Oktober 2009 um 08:56 Uhr

Die Mythologie der Azteken hat auf Ihrer Reise und auch noch nach Ihrer Ankunft in Tenochtitlan die Mythen und Götter der um sie herum lebenden Völker aufgenommen.

Ometeotl ist der oberste Gott der Azteken. Er wohnt in Omeyocan, im obersten, 13. Himmel. Eine andere seiner Erscheinungsformen sind ein Mann und eine Frau, die im Koitus vereint sind. In dieser Form zeugte er aus sich selbst heraus Kinder.

Ometeotl hat vier Söhne.

  1. Der älteste ist der rote Tezxatlipoca, der Vegetationsgott Xipe Totec, der Geschundene.
  2. Der mächtige schwarze Tezcatlipoca, der rauchende Spiegel, der keinen  weiteren Namen trägt. Von ihm wird im folgenden die Rede sein, wenn der Name Tezcatlipoca fällt. Der schwarzeTezcatlipoca steht für den Konfilkt, Unstetigkeit und Veränderung.
  3. Der weißeTetzcatlipoca, auch Quetzalcoatl (die gefiederte Schlange) genannt, desse nandere Erscheinungsform auch Windgot Ehecatl ist. Quetzalcoatl steht für Wasser, Fruchtbarkeit, der Ausgewogenheit, Harmonie und das Leben.
  4. Der balue Tezcatlipoca, der Kriegsgott Huitzilopochtli, der Stammesgott der Azteken.

Die vier Brüder erschaffen die Welt.

  1. Das erste Zeitalter wird die Sonne der Erde genannt. Tezcatlipoca herrscht über sie. Riesen bewohnen die Welt, die sich von Tannenzapfen ernähren.. Quetzlacoatl wird jedoch eifersüchtig und im Jahr vier Jaguar stößt er Tezcatlipoca mit einem Staab ins Meer. Tezcatlipoca verwandelt sich in einen Jaguar und frisst in Raserei alle Riesen.
  2. Das zweite Zeitalter wurde Sonne des Windes genannt. Quetzalcoatl nahm die Gestalt des Windgottes Ehecatl an und schuf diese neue Welt. Die verfeinerten Menschen ernährten sich von den Früchten des Johannisbrotbams. Im Jahr vier Wind rächte Tezcahtlipoca sich, indem er einen Wirbelsturm erschuf, der der Quetzalcoatl und seine Menschen in den Urwald warf. Einige Menschen überlebten im Wald als Affen.
  3. Das dritte Zeitalter wurde Sonne des Regens genannt. Tlaloc, der Gott des Regens und der Fruchtbarkeit herrschte über Sie. Unter ihm begannen die Menschen Getreide anzubauen. Quetzalcoatlwurde wieder eifersüchtig und lies im Jahr vier Regen einen glühenden Ascheregen über die Welt regnen und vernichtete sie so.
  4. Das vierte Zeitalter wurde Sonne des Wassers genannt. Sie wurde erschaffen und regiert von der Gattin Tlalocs, Chalchiuhtlicue, "Die mit dem Jaderock". Sie war die Göttin der Meere, Flüsse, Seen und Bäche. Die Menschen ernährten sich von Samen. Chalchiuhtlecue wollte Wasser aus der Erde sprudeln lassen, aber dieses überschwemmte das Land und tötete alle Menschen.
  5. Das fünfte Zeitalter trägt den Namen "vier Bewegung". Der Gott Nanahuazin opferte sich in Teotihuacan und schuf so die Erde. Doch dieses Zeitalter ist unvollkommen, es gibt Krieg und Krankheit. Es wird eines Tages durch ein Erdbeben untergehen. Doch die Menschen jkönnen den Zeitpunkt hinauszögern, indem sie die Götter durch Menschenopfer besänftigen.

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 18. Oktober 2009 um 16:38 Uhr
 
Aztekische Götter PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mario Boller-Olfert   
Sonntag, den 11. Oktober 2009 um 22:10 Uhr
Quetzalcoatl Quetzalcoatl bedeutet "Gefiederte Schlange" und er wird häufig als Schlange dargestellt. Er spielt eine bedeutende Rolle im Schöpfungsmythus, in dem er den ersten Weltenherrscher Tezcatlipoca ins Wasser stößt, die zweite Welt regierte bis ihn wieder Tezcatlipoca stürzte und er dann den dritten Weltenherrscher Tlaloc wieder entthront. In der heutigen fünften Welt schuf er die Menschen neu.\r\n\r\nQuetzalcoatl bedeutet auch "Doppelter Edelstein" und er war der Gott des Morgensterns und Abendsterns (Venus)
Chacmol Der Chacmol wird häufig als auf dem Rücken liegende Statue mit angewinkelten Beinen und einer Opferschale in den Händen dargestellt. Er diente als Opfergefäß vielleicht sogar von geopferten menschlichen Herzen.
Coatlicue Sie ist die Erdgöttin der Azteken "mit dem Schlangenrock". Sie ist die Mutter von Huitzilopochtli und Choyolxauhqui.
Huitzilopochtli Er ist der Stammesgott, Sonnengott und der Kriegsgott der Azteken. Sein Name bedeutet "Linke Hand wie ein Kolibri". Er führte die Azteken auf seiner Wanderung. In Tenochtitlan hatte er einen Tempel in der Hauptpyramide neben Tlaloc.
Centeotl Er ist der Maisgott der Azteken, der sowohl männlich als auch weiblich sein konnte.
Tezcatlipoca Der "Rauchende Spiegel" ist der mächtigste der Götter. Mit seinem magischen Spiegel kann er in die Zukunft und in die Herzen der Menschen blicken. Er verkörpert die Sterne, den Nachthimmel und den Norden, die Zwietracht und den Krieg, aber auch den Reichtum, die Tapferkeit und Glück. Auch als Jaguar tritt er in Erscheinung.. Er herrschte in der ersten Welt, wurde aber von Quetzalcoatl gestürzt.
Choyolxauhqui Ist die Mondgöttin der Azteken. Dies heißt "die im Gesicht Glöckchen bemalte". Sie hatte versucht ihre Mutter zu töten, damit Huizilopochtli nicht geboren wird. Dieser konnte trotzdem aus der Mutter heraustreten, bekämpfte seine Schwester und zerstückelte sie.
Xipe Totec Der "Schinder unser Herr" ist der Gott des Frühlings und der Vegetation. Im Frühjahr wurde geopferten Menschen die Haut abgezogen, mit denen sich dann die Priester bekleideten.
Tlaloc Er der es wachsen lässt" ist der Regengott Mittelamerikas. Er wird häufig mit kreisrunden Augen und Reißzähnen dargestellt. Bei den Maya heißt er Chac und ist an seiner rüsselförmigen Nase zu erkennen. Schon am Tempel des Quetzalcoatl ist er um 300 n.Chr. in Teotihuacan vertreten. Auf Berggipfeln opferte man ihm kleine Kinder, deren Tränen dann auf Regen und Feuchtigkeit hoffen ließ.
Ehecatl Der aztekischer Windgott ist einer der Erscheinungsformen des Quetzalcoatl. Er wird mit einem Entenschnabel dagestellt. Seine Tempel sind rund gebaut, um dem Wind keinen Widerstand zu leisten.
Huehueteotl Er ist der alte Feuergott. Er wird als alter Mann, häufig mit einem Kohlenbecken auf dem Kopf dargestellt.
Chalchiuhtlicue "Die mit dem Jaderock" ist die Göttin der Gewässer und die Frau des Tlaloc.
Mitlantecuhtli
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 18. Oktober 2009 um 16:39 Uhr